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Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Paula in Japan

Golden Week

Ende April gibt es in Japan die “Golden Week”-Ferien, die so ungefähr eine Woche dauern. Sie besteht aus mehreren Feiertagen, zum Beispiel dem Tag der neuen Konstitution von 1947 und dem Tag der Kinder. Dieses Jahr kommt ein Feiertag dazu und die Ferien sind länger, weil der Kaiser, das erste Mal in der Geschichte von Japan, abdankt und der neue Kaiser antritt. Es ist ein sehr großes Ereignis in Japan und sehr besonders, da eine sehr alte Tradition gebrochen wird.

Bevor die Ferien angefangen haben, gab es die japanische Form des Wandertags und meine gesamte Stufe ist an den Strand gegangen. Wir haben gegrillt und Beachvolleyball gespielt und es war super heiß, denn in Okinawa sind jetzt schon zum Teil bis zu 30 Grad! Ich habe jetzt noch ungefähr 2 Monate, aber ich weiß schon, dass ich das Wetter sehr vermissen werde…und die Strände!!

In den Ferien sind die meisten meiner Freunde vor allem mit Lernen beschäftigt, besuchen die Schulclubs oder nehmen Unterricht in speziellen Förderschulen. Aber ein paar mal haben wir uns doch verabredet und unter anderem war ich das erste Mal in einem Museum auf Okinawa. Außerdem war ich in einem traditionellen alten Dorf in dem Glas hergestellt, getöpfert und in einer speziellen traditionellen Art gemalt wurde. Wir haben fast alles ausprobiert und auch alte japanische Lieder gehört, die mit einer sogenannten Sanshin (three-strings) gespielt wurden.

Eine weitere Tradition in Okinawa ist das Herstellen braunen Zuckers. Die Zuckerrohr-Pflanzen sieht man eigentlich auch überall auf Okinawa. Früher wurde der Saft natürlich nicht mit elektrischen Maschinen aus dem Zuckerrohr gepresst, sondern man hat Wasserbüffel um eine Art Mühle geführt.Wir haben auch einen Wasserbüffel gesehen in dem Dorf. Sie sind auch noch relativ häufig zu sehen, meistens damit Touristen sie streicheln können oder eine Tour in einer Wasserbüffel-Karre zu machen. Wir haben unseren allerdings nur gestreichelt.



Nachdem ich meiner Gastmutter gesagt hatte, dass ich es ziemlich interessant finde, wie dieser braune Zucker hergestellt wird, hat sie mich auf ein Stadtfest mitgenommen. Dort hat man gemeinsam erst Zuckerrohr zu Saft gepresst, dann den Saft gekocht, bis das Wasser verdunstet ist und hat dann den heißen flüssigen Zucker in Formen gegossen. Nachdem er etwas abgekühlt ist, haben wir ihn dann in Stücke geschnitten und Tee und Kaffee mit dem Zucker getrunken. Normalerweise würde man Zucker ja wahrscheinlich eher nicht roh essen, aber brauner Zucker, der gerade frisch gemacht wurde und noch warm ist, schmeckt wirklich sehr gut!!

Es war echt eine coole Erfahrung in ca. 3 Stunden aus nur einer Pflanze, ohne irgendwelche Zusatzstoffe, ein komplett fertiges Produkt herzustellen und es ist echt schön neben dem ganzen Lernen etwas richtiges mit den Händen zu machen.

Ich bin gespannt, was ich noch alles über Okinawas Kultur lernen kann!
Liebe Grüße
Paula



Paula berichtet über ihre Erlebnisse in Japan. Möchtest du auch gerne einen Auslandsaufenthalt in Japan verbringen? Wir beraten dich gerne!

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