Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Paula in Japan

Gastfamilie, Schule und Alltag auf Okinawa



Meine Gastfamilie

 

Ich bin jetzt seit 2 Monaten in Japan und es ist super schön! Als ich losgefahren bin, war eigentlich meine einzige Sorge die Gastfamilie, aber vor allem mit meiner Gastfamilie habe ich wahnsinniges Glück. Ich habe 3 ältere Gastgeschwister, einen 18jährigen Bruder und zwei Gastschwestern, 21 und 23 Jahre alt. Die älteste arbeitet in einer Schule, die Anderen sind auf dem College. Alle wohnen noch zu Hause. Dann habe ich noch zwei (Gast-)Katzen, Kiki und Bibi. Meine Gasteltern sind schon beide etwas älter (merkt man aber nicht) und arbeiten beide ziemlich viel, auch oft am Wochenende. Gleichzeitig versuchen sie, jedes Wochenende etwas mit mir zu unternehmen und mir möglichst viel zu zeigen. Dafür bin ich echt dankbar,denn in der Woche schafft man nämlich relativ wenig neben der Schule und es gibt so viel zu sehen in Okinawa, vor allem natürlich die Strände! Also mit meiner Gastfamilie = riesiges Glück!

 

Erster Schultag



Ich bin nicht gleich in die Schule gegangen, sondern durfte mich erst ein bisschen eingewöhnen und 1 Tag bevor es losging sind meine Gasteltern zusammen mit mir losgegangen und haben mir den Schulweg gezeigt. Dabei haben sie den ersten halben Monat darauf bestanden mich zu fahren („5 Leute in der Familie können Autofahren, es kann ja nicht sein, dass dich da keiner mal eben hinfahren kann!“) Irgendwann wollte ich es dann aber doch allein probieren und seitdem fahre ich jeden Tag mit dem Bus. Am ersten Tag Schule hat mich meine Gastmutter zur Schule gefahren. Ich habe den Schulleiter kennengelernt und mich den Lehrern vorgestellt. Alle hatten viel Verständnis für mein damals noch wirklich schlechtes Japanisch (ich bin immer noch nicht so weit gekommen, aber ich habe wirklich schon Fortschritte gemacht, im Vergleich zum Anfang). Danach wurde ich von zwei Mädchen abgeholt und in die Klasse gebracht. Es gab eine Willkommensparty in der Mittagspause und alle haben sich vorgestellt. Ich war sehr nervös, aber es war wirklich erleichternd zu merken, wie willkommen man ist und wie sehr alle sich freuen.

 

Die meisten Japaner haben eher hellere Haut und schwarze Haare (natürlich nicht immer) und es gibt wirklich wenig Ausländer. Ich falle also immer ziemlich auf. Außerdem hatte ich auch noch keine Schuluniform, vielleicht wurde ich deswegen auch so krass angestarrt. Wenn man dann zurückschaut wird entweder gewunken und gelächelt oder ganz schnell weggeguckt. Mittlerweile kenne ich die meisten Leute hier, aber nicht, weil wir uns irgendwie groß unterhalten haben, sondern weil wir uns immer auf den Gängen anlächeln. Fast alle sind super begeistert, eine Austauschschülerin an der Schule zu haben und sprechen mich auch oft an. Ein Mädchen aus der Parallelklasse hat mich zum Orchester mitgenommen, weil ich erzählt habe, dass ich Geige spiele und viele haben mich gefragt, ob ich nicht ihren Club ausprobieren möchte. Ich habe dann den Karate-Club und den Fußball-Club ausprobiert und mich dazu entschieden, erstmal ein halbes Jahr Fußball zu spielen und dann im nächsten Jahr in den Karate-Club zu wechseln.

 

Alltag

 

Ich gehe auf die Kyuyoukoko und bin im 11. Jahrgang im Englisch Profil. Die andere Hälfte des Jahrgangs gehört zum Science Profil. Es gibt auch eine Mittelschule auf dem Gelände. Wer Mittelschüler ist und wer Highschool Schüler,  kann man an der Schuluniform erkennen, denn Mittelschüler haben blaue und Highschool Schüler rote Schleifen und Krawatten. Ich habe meine Schuluniform nach ungefähr zwei Tagen bekommen. Ich bin eigentlich kein Schuluniform-Fan aber es ist trotzdem schön, nicht jeden Tag darüber nachdenken zu müssen, was man anzieht und die Uniform ist sogar relativ bequem… ist ja auch nur für 10 Monate. Ich habe jeden Tag 4 Stunden, die jeweils 50min gehen, danach ist Mittagspause. In der Mittagspause werden bei uns oft die Tische zusammengeschoben und dann isst man zusammen sein Bento, das „Schulbrot“. Danach sind entweder 3 Stunden oder 2 Stunden, je nachdem. Anschließend geht man in den Club, wenn man einen gewählt hat. In meiner Klasse haben auch viele keinen gewählt, um lernen zu können, denn die Kyuyoukoko ist ziemlich anspruchsvoll. 




Wenn mein Fußballclub so um ca. 7 Uhr abends zu Ende ist, kann man nach Hause gehen. Man braucht natürlich auch noch eine Weile für den Schulweg (ich so etwa eine halbe Stunde) und ist dann vielleicht so um halb acht zu Hause. Die meisten aus meinem Fußballteam lernen dann zu Hause noch etwa zwei Stunden. Obwohl es super viel Spaß macht, vermisse ich meine Freizeit schon manchmal ein bisschen. In Deutschland war ich oft um zwei zu Hause oder spätestens um fünf. Verabreden ist hier dementsprechend auch ein bisschen schwierig, vor allem, weil viele Clubs auch am Wochenende stattfinden. Ach ja, und man hat Schule am Samstag. Das Leben hier dreht sich also eigentlich nur um die Schule und das war am Anfang ein bisschen schwierig für mich, denn das ist eigentlich der letzte Ort an dem ich meine Freizeit und mein Wochenende verbringen möchte. Aber mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt und habe mich auch mal am Sonntag mit meinen Mitschülern wo anders getroffen. Ich freue mich auf jeden Fall auf alles was noch kommt, besonders auf unsere Klassenfahrt nach Taiwan und Fußballturniere im Dezember!

Liebe Grüße
Paula

 

Paula berichtet über ihre Erlebnisse in Japan. Möchtest du auch gerne einen Auslandsaufenthalt in Japan verbringen? Wir beraten dich gerne!


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