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Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Mathilda in Italien

Vor-und Nachteile des Kombiprogramms

Hallo und herzlich willkommen zu meinem fünften Bericht über meine Auslandserfahrungen. Ich bin jetzt seit einem Monat in Florenz. 
Als ich hier ankam war ich der klaren Überzeugung dass ein 50/50 Auslandsjahr mit zwei Ländern deutlich mehr Vorteile als Nachteile hat, und ich bin weiterhin der Meinung, dass es eine großartige Wahl war, aber ich würde sagen, dass mir mittlerweile auch ein Paar negative Aspekte aufgefallen sind. 

Zum einen, ist die Tatsache, dass man innerhalb  von neun Monaten zwei Mal in eine neue Klasse kommt etwas unangenehm. Das mag von außen betrachtet nicht so schlimm aussehen, ist es auch nicht, denn man lebt sich immer irgendwie ein, aber es ist ein sehr gutes Gefühl zu wissen, dass man dazu gehört. Es kann etwas anstrengend sein, nach 5 Monaten, in denen man sich eingelebt hat, wieder von Vorne anzufangen. Mich lässt es das Gefühl, irgendwo richtig zu Hause zu sein etwas vermissen. Auf der anderen Seite jedoch hat man zwei neue Orte, zu denen man sich zugehörig fühlen kann. 



Ein weiterer Aspekt, wäre die Sprache. Spanisch und Italienisch ähneln sich sehr, was einerseits beim italienisch lernen wahnsinnig hilft. Jedoch kann es vorkommen, dass man die Sprachen ab und zu vermischt. Dies ist mir aufgefallen, als ich mit meinem Gastbruder aus Spanien telefoniert habe, und festgestellt habe, wie schnell man aus der Übung kommt, wenn man eine Sprache nicht kontinuierlich übt. Deswegen mein Tipp: sich nicht zurücklehnen, sondern immer Möglichkeiten finden um die Sprache weiter zu üben. Vor allem weiterhin viel zu sprechen ist wichtig, denn ich habe bei mir festgestellt, dass man zwar weiterhin alles gehörte super gut versteht, aber beim sprechen nach einiger Zeit ohne Übung ziemlich ins stocken gerät. 

Allerdings sind es für mich nach wie vor die Positiven Dinge an dem Kombi-Programm die überwiegen. Ich kann hier in Italien zum Beispiel viele Dinge die ich in Spanien gelernt habe anwenden, vor allem was mich selbst und meinen Umgang mit neuen Menschen angeht. 

Zum Beispiel bin ich selbstbewusster und gehe offener auf andere Leute zu, außerdem habe ich gelernt, dass es vollkommen okay ist, Lehrer um Hilfe, leichtere Arbeitsblätter oder Tests zu fragen, was den schulischen Teil ein bisschen entspannt. Außerdem sind auch die anderen Schüler deutlich entspannter. Das liegt wahrscheinlich daran, dass ich in Spanien im ersten Halbjahr in die Klasse gekommen bin und alle genauso ahnungslos waren, und mir daher am Anfang auch nicht immer helfen konnten. Wenn man im zweiten Halbjahr kommt, dann haben die anderen sich schon eingelebt, kennen die Lehrer und Abläufe und können so entspannter sein.


And last but not least, das großartigste am Kombi-Programm ist die Tatsache, dass man innerhalb eines Jahres zwei Familien, zwei Freundeskreise, zwei Kulturen, zwei Länder und zwei Sprachen kennenlernt. Natürlich nicht in der Tiefe wie wenn man sich ein ganzes Jahr Zeit nimmt für ein Land, aber ich weiß es sehr zu schätzen, dass ich so vielfältige Erfahrungen machen kann. 

( Ich, Nudelteig und Nudelmaschine: Das ist eine Nudelmaschine, mit der Italienische Familien hausgemachte Pasta machen. Sieht exotisch aus, aber ist so einfach zu bedienen, dass ich vor habe meine deutsche Familie mit einer solchen zu beglücken)