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Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Mathilda in Italien

Das italienische Schulsystem

Dies ist mein siebter Bericht aus dem Ausland. Auch wenn Corona mir ein bisschen einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, hatte ich doch genug Zeit um zumindest eine Idee von dem italienischen Schulsystem zu bekommen, welches ziemlich interessant aufgebaut ist.

Bis zur fünften Klasse geht man in die Grundschule, dann folgen drei Jahre einer Art Mittelstufe, und dann muss man sich entscheiden, auf welches Liceo oder Instituto Tecnico man danach für fünf Jahre gehen möchte. Insgesamt gehen Italiener nämlich 13 Jahre in die Schule und nicht nur 12. Ein Liceo kann man am ehesten mit einem Gymnasium vergleichen. Davon gibt es drei Hauptzweige. Das Liceo Classico hat, wie der Name verrät, die traditionelle Fächerauswahl, welche unter anderem auch Latein und alt-griechisch beinhaltet. Das Liceo Linguistico richtet seinen Fokus auf die Sprachen und das Liceo Scientifico ist auf die Naturwissenschaften ausgerichtet. Alle Liceo-Arten lernen Naturwissenschaften, Sprachen und die klassischen Fächer, aber eben in unterschiedlicher Intensität. Wenn man kein Liceo besuchen möchte, kann man sich auch für ein Istituto Tecnico (ITT) entscheiden. Dort lernt man auch die meisten traditionellen Fächer, hat aber einen berufsbezogenen Fokus. Ich gehe auf ein ITT turistico, wo viele meiner Fächer wie Englisch, Wirtschaft oder Recht auf Tourismus bezogen sind. So lernt man zum Beispiel in Englisch sehr viel Vokabular zum Thema Tourismus, oder in Wirtschaft, wie man die Ein- und Ausgaben eines Hotels managen kann. Andere technische Institute sind zum Beispiel künstlerisch, administrativ oder auf Architektur ausgerichtet. Ich finde, dass das System zwar nicht das Beste ist, aber es gibt auf jeden Fall sehr viel mehr Auswahl und Vielfalt als im spanischen Schulsystem.

Auch weitere Unterschiede zu Spanien sind mir relativ schnell aufgefallen. Zum Beispiel werden Lehrer hier im Allgemeinen deutlich mehr respektiert. Während in Spanien die Lehrer mit Vornamen angeredet werden und generell, nur mit ein paar Ausnahmen, nicht wirklich ernst genommen werden, ist das hier eine andere Sache. Zum Beispiel werden Lehrer mit „Prof“ angeredet, und bei manchen Lehrern muss man zur Begrüßung aufstehen, wenn sie in den Raum kommen. Auch nehmen die Lehrer hier ein Zuspätkommen deutlich ernster. Bei besonders strengen Lehrern darf man zum Beispiel nicht mehr den Raum betreten, nachdem die Stunde angefangen hat, sondern muss sich in den Aufenthaltsraum der Schule setzen und warten, bis die nächste Stunde anfängt.

Über die Schule kann man so viel sagen, dass ich nächsten Monat wahrscheinlich einen zweiten Teil schreiben werde.

 

Bis dahin,

liebe Grüße aus Florenz.

Meine Schule ist ziemlich sozial engagiert, weswegen die Wände den Designs von Schülern nachempfunden sind.

 

Auch hier liegt der Fokus auf dem sozialen Beisammensein. Vor allem im Sommer ist hier total viel los, wurde mir erzählt.

Übersetzt steht da: "Bildet euch, weil wir all unsere Intelligenz brauchen; bewegt euch, weil wir all unsere Begeisterung brauchen werden".