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Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Charlotte in Italien

Meine ersten Monate in Italien

Ich bin Charlotte, 15 Jahre alt, und verbringe dieses Schuljahr in Avellino, Kampanien, Italien.

Vielleicht fragt ihr euch jetzt, warum gerade Italien. Ganz genau kann ich euch diese Frage auch nicht beantworten, mir gefällt die Sprache, die Kultur, das Essen und die Geschichte. Aber nach anderthalb Monaten hier würde ich sagen, dass es auf jeden Fall die richtige Entscheidung war.

Wahrscheinlich sollte ich damit anfangen, euch meine Gastfamilie zu schildern, damit ihr ein besseres Bild davon bekommt, wie ich hier lebe. Meine Gastmutter heißt Patrizia und mein Gastvater Edoardo, beide sind sehr nett und hilfsbereit. Edoardo ist Anwalt und arbeitet wirklich sehr viel, ist aber trotz dieser Anstrengung immer bemüht auch mein Italienisch zu verbessern und für seine Familie da zu sein. Patrizia arbeitet hingegen im Moment nicht, da sie sich um ihre kranke Mutter kümmert, die auch hier im Haus wohnt. Obwohl sie aufgrund dieser Probleme sehr eingespannt ist, ist sie eine der nettesten Personen, die ich kennengelernt habe und immer für mich da. Meine größte Bezugsperson in meiner Gastfamilie ist jedoch mein gleichaltriger Gastbruder Biagio, mit dem ich mich unglaublich gut verstehe. Da wir auch in eine Klasse gehen, kann er mir auch bei Problemen in der Schule helfen. Außerdem hat er mich sozusagen „in die italienische Gesellschaft eingeführt“, indem er mir seine Freunde vorgestellt hat und mich mitnimmt zu den Ereignissen, die das Leben der Jugendlichen hier bestimmen, wie das Treffen zum gemeinsamen Lernen oder zum Corso, wo sich die ganze Stadt samstagabends trifft, um Zeit mit den Freunden zu verbringen. Ansonsten gehören zu meiner Gastfamilie noch eine georgianische Haushälterin namens Maja und mein anderer Gastbruder Gianmarco, der allerdings bereits in Mailand studiert. Außerdem kommen regelmäßig diverse Tanten und Cousinen zu Besuch, da die familiäre Bindung hier sehr stark ist. Ihr seht aber, dass ich die beste Gastfamilie habe, die ich mir wünschen könnte.

Ein anderer wichtiger Teil meines Lebens hier ist die Schule, die sich sehr von der deutschen unterscheidet. Zunächst besucht man fünf Jahre die Scuola Elementaria, dann drei Jahre die Scuola Media und danach muss man sich für ein Liceo entscheiden, das man fünf Jahre besucht, bei dem es aber verschiedene Fachrichtungen gibt. Ich besuche ein Liceo Classico, in dem ich unter anderem Latein, Griechisch, Philosophie und Kunstgeschichte im Unterricht habe. Schon bei meinem Vorbereitungsseminar wurde es mir gesagt, doch bevor ich es nicht selbst erlebt habe, konnte ich mir nicht vorstellen, wie viel die Jugendlichen hier lernen. Der Unterricht ist im Prinzip Frontalunterricht, wobei nahezu jede Stunde auch sogenannte „Interrogazioni“ durchgeführt werden. Das heißt, dass der Lehrer einen Schüler auswählt und diesen zu dem gelernten Thema abfragt. Das größte Problem sind jedoch die Hausaufgaben, die mehrheitlich daraus bestehen, eine Anzahl von Lehrbuchseiten auswendig zu lernen, da die Jugendlichen dadurch im Prinzip keine Möglichkeit haben, Hobbies zu verüben, da sie so viel lernen müssen.

Trotz dieser Anstrengung sind alle, die ich bisher kennengelernt habe, sehr freundlich und aufgeschlossen, sodass ich mich bereits nach anderthalb Monaten hier sehr wohl fühle und auch eingebunden bin.

Es gibt noch 1000 andere Dinge über die ich schreiben könnte, da die Zeit hier so voll von Erlebnissen ist, doch für jetzt soll das das Ende seien. 

Charlotte verbringt ihr Austauschjahr in Avellino, Italien und berichtet von ihren Erfahrungen. Hast du auch Lust auf einen Austausch in Italien? Dann vereinbare noch heute ein Beratungsgespräch!

 

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