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Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Milena in Irland

Von gestampften Kartoffeln und Wunderkerzen

Oder anders gesagt, in diesem Artikel berichte ich von meinen Weihnachtsferien in Irland.

Wie ich in meinem letzten Bericht schon erwähnt habe, musste ich für die Ferien meine Gastfamilie wechseln und zog deshalb ein paar Tage vor Weihnachten nach Lismore, ein kleines Städtchen ca. 30 min von meiner Gastfamilie entfernt. Hier lebe ich mit meiner Gastmutter, einer Gastschwester aus Frankreich und dem Hund Holly. Ich wurde sehr herzlich begrüßt und fühlte mich gleich sehr wohl, das lag wohl vor Allem daran, dass meine Gastmutter einfach anfing mir alles Mögliche zu erzählen und mich sofort sehr gut involvierte.

So ging ich an meinem ersten Abend sehr glücklich ins Bett, doch schon am nächsten Morgen wachte ich mit starken Halsschmerzen und Fieber auf. Daraufhin besorgte mir meine Gastmutter einen Termin bei einem Medical Care Centre, da alle Ärzte restlos ausgebucht waren. Dort wurde ich mit der australischen Grippe diagnostiziert, die in den letzten Wochen ungefähr jeder 2. hatte.

Also versuchte ich so schnell wie möglich gesund zu werden, so dass ich dann am 25. mit den Anderen feiern konnte. Ganz so schnell funktionierte das nicht, aber Dank Antibiotika konnte ich mich am 25. wenigstens auf den Beinen halten und wieder etwas essen.

Deshalb fuhren wir am Weihnachtsmorgen zu der Schwester meiner Gastmutter, wo wir gemeinsam Dinner aßen. Das bestand für mich überwiegend aus gestampften Kartoffeln, da ich Vegetarierin bin und das Dinner hauptsächlich aus Turkey und Ham bestand, ganz traditionell. Aber da ich ja immer noch krank war, war das schon ok. Nach dem Essen spielten wir gemeinsam Scrabble, da der Neffe meiner Gastmutter das zu Weihnachten bekommen hat und schauten einen Weihnachtsfilm. Außerdem bekam ich ein sehr süßes Video von meiner anderen Gastfamilie geschickt wie meine kleine Gastschwester ihr Geschenk auspackt und sich dafür bedankt. Insgesamt war es ein eher ruhiger Tag, aber es war trotzdem sehr schön.

Ein paar Tage später hatte ich mich dann auch wieder erholt und es ging auch schon auf Silvester zu. Meine Silvester-Pläne waren im Grunde bis zum Abend des 30. Dezembers nicht vorhanden, dann fiel mir erst auf: Oh Gott, morgen ist Silvester! Kurzerhand machte ich dann mit einer Freundin aus, dass sie bei mir übernachten würde und wir gemeinsam feiern.

Am nächsten Tag kam sie am Nachmittag zu mir und wir gingen noch für den Abend einkaufen: Alkoholfreier Sekt, eine Browniemischung und Wunderkerzen wanderten in den Einkaufskorb.

Am Abend bestellte meine Gastfamilie Take-away und danach machte sich meine Gastmutter auf nach Cork um mit Freunden zu feiern. So hatten wir das Haus quasi für uns und vertrieben uns die Zeit bis Mitternacht damit Brownies zu backen, Karaoke zu singen und zu reden.

Um halb 12 machten wir uns auf den Weg zu einer nahegelegenen Burg um dort das Feuerwerk anzusehen, das schlussendlich gar nicht stattfand. Es lief also so ab:

Wir schauen auf die Uhr: „Oh, es ist schon 12“. Wir schauen uns um, Grillen zirpen, nichts passiert. Guter Dinge stoßen wir an, wünschen uns ein gutes neues Jahr und fackeln glücklich unsere Wunderkerzen ab.

Es war eigentlich sehr unspektakulär, aber wir hatten unfassbar viel Spaß und haben die ganze Zeit geredet und uns über Dinge kaputt gelacht, die im Nachhinein gar nicht mehr lustig sind.

Um es kurz zu sagen, trotz einiger ungeplanten Ereignisse und obwohl eigentlich nichts so gelaufen ist wie geplant, hatte ich schöne Ferien und werde jetzt bald gut erholt in den nächsten Term starten.

 

Milena berichtet über ihre Erlebnisse in Irland. Möchtest du auch gerne einen Auslandsaufenthalt auf der Grünen Insel verbringen? Wir beraten dich gerne!