Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Milena in Irland

Irische Halloween und Probleme lösen für Anfänger

Die Tage werden kürzer, das Wetter wird grauer und nasser und ehrlich gesagt habe ich damit gerechnet, dass ich bald Heimweh bekomme und allgemein nicht viel los ist. Doch die letzten Wochen waren trotzdem die meiste Zeit sehr schön, unter anderem, weil ich das erste Mal in meinem Leben Halloween gefeiert habe.

Schon ein paar Wochen vor Halloween wurden alle Häuser und Geschäfte in der Stadt dekoriert und an den Wochenenden haben meine Gastfamilie und ich das ein oder andere Mal eine Movienight mit Popcorn, Gruselfilmen und einem schönen Feuer im Kamin veranstaltet. Außerdem war ich in einem Haunted House und bei einer Pumkin Haunt, wo wie an Ostern Kürbisse gesucht und dann angemalt werden. Am 31. Oktober haben meine Gastschwestern und ich am Nachmittag Kekse gebacken, die erste Ladung haben wir dummerweise im Ofen vergessen und als wir sie dann rausgeholt haben, waren sie kohlrabenschwarz und die ganze Küche stank nach Rauch. Die zweite Portion haben wir aber im Auge behalten und die waren dann auch ganz lecker.



Da es schon um fünf Uhr dunkel wurde, haben wir schon am Nachmittag damit angefangen, uns zu verkleiden und zu schminken. Ich ging als Rotkäppchen und habe mir mit Fakeblut drei Kratzer (vom Wolf) ins Gesicht gemalt. Außerdem habe ich meiner kleinen Gastschwester blutunterlaufene Augen geschminkt.

Nachdem noch ein paar Freunde meiner Gastfamilie mit ihren Kindern gekommen waren, sind wir samt Hunden losgezogen und sind in der Nachbarschaft von Tür zu Tür gegangen. Auch wenn meine Gastschwester aus Dänemark und ich eigentlich schon ein bisschen zu alt für Trick or Treating sind, haben wir auch ein paar Süßigkeiten bekommen.


Nach ca. 20 Minuten fing es dann aber leider zu regnen an und Minuten später waren wir klatschnass, also sind wir so schnell wie möglich nach Hause gegangen.

Dort haben wir uns dann noch einen schönen Abend gemacht. Wir haben Pizzen, unsere selbstgebackenen Cookies und noch mehr Süßigkeiten gegessen, Filme geschaut und ein typisch irisches Spiel zu Halloween gespielt. Ein Apfel wurde am Türrahmen aufgehangen und man musste versuchen, (natürlich ohne die Hände zu benutzen) ein Stück abzubeißen.

Eine andere Tradition ist, ein „Barm Brack“ zu kaufen, das ist eine Art Obstbrot, von dem dann jeder ein Stück bekommt. Derjenige, der den eingebackenen Ring bekommt, wird bald heiraten. Es war auf jeden Fall ein sehr schöner Tag/Abend.

Aber natürlich gibt es auch mal nicht so schöne Tage, vor ein paar Wochen hatte ich ein paar schwierigere Tage.

Ich hatte eigentlich geplant, über Weihnachten in Irland zu bleiben, aber der Bruder meiner Gastmutter heiratet um diese Zeit, weshalb meine Gastfamilie viel unterwegs ist und ich nicht bleiben kann.

Darüber war ich wirklich traurig, weil ich unbedingt ein irisches Weihnachten erleben will und ich meine Familie zwischendurch nicht sehen will. Ich wusste nicht, was ich machen soll. Der Wendepunkt kam dann, als ich mit meiner Schwester telefonierte. Ich erklärte ihr die Situation und war kurz vorm Heulen, als meine Schwester vorschlug, doch mal mit meiner local coordinatorin zu sprechen, vielleicht könnte sie mir ja eine Übergangsfamilie für die Weihnachtsferien organisieren. An diese Möglichkeit hatte ich gar nicht gedacht und schrieb meiner local coordinatorin sofort eine Email. Und siehe da, sie hat ein Familie für mich in Lismore gefunden, das ist nur 25 Minuten von Dungarvan entfernt und die Familie wirkt sehr nett.

Also, keine Panik, es gibt immer eine Lösung!

Ich freue mich jetzt auf jeden Fall schon sehr auf die Weihnachtszeit und auch auf die nächsten Tage, denn ich bin in einem Musical und heute Abend ist die Premiere. Ich glaube, das wird ein richtig toller Abend und ich bin schon sehr gespannt.

Milena berichtet über ihre Erlebnisse in Irland. Möchtest du auch gerne einen Auslandsaufenthalt auf der Grünen Insel verbringen? Wir beraten dich gerne!