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Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Hannah in Bristol

Meine Osterferien

Hallihaallloechen,

nachdem Ostern hinter uns liegt, melde ich mal wieder zum Dienst und berichte von den Highlights des letzten Monats. Am 5. April ging es los, ab in die Osterferien, welche eigentlich von den englischen Schülern als eine Aufarbeitung des Lernstoffes für die bevorstehenden Prüfungen Mitte Mai genutzt werden, welche mit dem Abitur verglichen werden können. Aber wer zieht denn Lernen vor, wenn er doch auch reisen und neue Leute und Orte kennenlernen könnte. Also Rucksack gepackt und auf ging es, allerdings erst, um ein paar alte Gesichter wiederzusehen.

Am Morgen des 10. April als ich aufwachte, um den nächsten Bus nach London zu nehmen, waren meine deutschen Freunde zeitgleich schon im Flieger vom Bremer Flughafen auch auf dem Weg nach London. Nachdem ich meine Freunde vor dem Apartment erblickte und beinahe beim überschwänglichen Überqueren der Straße von einem Auto erfasst worden wäre, konnten wir uns dann doch noch in die Arme schließen. Neben den typischen touristischen Attraktionen, wie dem Skygarden, der Tower Bridge, Buckingham Palace und Big Ben, haben wir kleine Cafés, Vintage Buchläden und das Stadtviertel Camden besucht.

Viel Zeit in den Ferien blieb mir nicht um mich zu entspannen, denn schon zwei Tage, nachdem ich von London in Bristol angekommen bin, ging es wieder los. Diesmal mit dem Zug von Bristol nach Portsmouth, der einzigen Stadtinsel Englands. Am ersten Tag gings als erstes auf zum Strand und dem dazugehörigen Pier, die Stadt erkunden und ein bisschen shoppen. Am zweiten Tag besuchten wir dann den berühmten Spinnaker Tower, einen 170 Meter hoher Aussichtsturm, von dem man die ‘beste Aussicht Englands’ haben soll. Oben angekommen, konnte man sich einer Art Mutprobe stellen, indem man auf einem Glasboden, durch welchen man einen direkten Blick in die Tiefe erlangte, gehen konnte, da das Gebäude so konzipiert ist, dass es von vier Säulen getragen wird und somit ein Platz in der Mitte freigelassen ist. Nach weiteren Treppenaufgängen erreichten wir dann eine kleine Grünfläche, auf welcher Liegestühle und Picknickdecken ausgebreitet waren. Auf einem Dach in 170 Meter Höhe eine ungewöhnliche Abwechslung. Allerdings spürte man eine friedvolle Atmosphäre in einem Garten fernab der Straßen und Häuser, die einen einengen, mit einem perfekten kilometerweiten Blick.

Später beschlossen wir, etwas durch die Gegend zu schlendern und die Altstadt zu erkunden. Am dritten Tag hieß es dann erst einmal entspannen, denn das gehört ja schließlich auch zu den Ferien. Gemütlich am Strand liegend und ein Buch lesend, ab und zu mit den Füßen ins Wasser und durch den nahegelegenen Park spazieren, ließ sich wunderbar aushalten. Am leider schon letzten Tag besuchten wir das ‘Portsmouth Historic Dockyard’ um uns zum Schluss noch einmal etwas zu bilden. Wir erfuhren vieles über Unterwasserwaffen, die unter anderem im 2. Weltkrieg zum Einsatz kamen, U-Boottechnik und konnten sogar durch ein echtes U-Boot laufen und es von innen besichtigen. Mit einer inklusiven Hafenrundfahrt war der Ausflug perfekt. Am Abend ging es dann mit dem Zug zurück, wobei man hier sagen muss, dass die englische Bahnverbindung im Vergleich zur DB auch nicht wirklich spitzenmäßig ist, denn wir mussten einen Zug später nehmen, da unser geplanter Zug ausfiel. Nichtsdestotrotz war der Aufenthalt in Portsmouth ein voller Erfolg und ein wahres Abenteuer.

Obwohl es für uns dann wieder an der Zeit war, die Schule zu besuchen, nahm die Aufregung nicht ab, denn es ging um die an der seit drei Monaten gearbeiteten Schulproduktion des Musicals ‘Bugsy Malone’, an dem ich als ‘Theatre and Drama’ Schüler natürlich teilnahm. Auch wenn es ein Stereotyp ist, den ich jetzt erfülle, muss ich gestehen, dass eine Theatergruppe nach einer gewissen Anzahl von Proben tatsächlich zu einer Art Familie wird. Umso schwerer fiel der Abschied nach der letzten Abendvorstellung an der ich mit Blumen, Schokolade und einer Karte mit den Unterschriften aller Beteiligten beschenkt wurde. Ein Abend den ich bestimmt nicht so schnell vergessen werde….