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Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Hannah in Bristol

Halloween, soziale Projekte, Brighton, Weihnachtsmarkt

Hallo, da bin ich wieder und knüpfe gleich da an, wo ich letztes Mal aufgehört habe. Ende Oktober stand natürlich Halloween und somit für mich das ‘Fear’ Festival an. Mir war klar, dass verkleidete Clowns und andere Wesen, die Menschen nur noch teilweise ähneln, nicht mein Fall sind, aber ich ließ mich dann schlussendlich doch überzeugen.(Verhängnisvollerweise....)

Der 26. Oktober war herangeschnellt und ehe ich mich versah, standen wir vor dem Avon Valley Park und warteten auf die Ankunft der restlichen Mädchen. Als dann endlich alle eingetroffen waren, bestand unsere Gruppe aus ca. 10-15 Leuten. Für mich erst einmal beruhigend, aber das sollte sich schnell ändern…

Direkt die erste Attraktion hat mich komplett aus den Schuhen gehauen. Ich hatte keinen Schimmer worum es ging und wollte nach dem Motto: “Augen zu und durch” verfahren, wie immer von meinem Vater gepredigt wurde. Doch als dann das Wort ‘cannibals’ fiel, bekam ich (aus meiner Sicht gerechtfertigt Panik). Ich schaute meine Gastschwester entsetzt an, doch in ihren Augen konnte ich erkennen: Sie hatte es nicht verstanden. 

Nach fünf Minuten, die aus Schreien, Heulen und Lachen bestanden, verließen wir das Zelt, gefolgt von einem Mann und einer Kettensäge. Nach diesem Erlebnis habe ich mich dann dazu entschlossen, die nächsten Attraktionen nur noch aus der Ferne zu betrachten. Ausgenommen die Karussells, denn neben den verschiedensten Gruselhäusern, die von Clowns bis zu Phobia reichten, gab es auch Stände an denen Essen angeboten wurde, eine Tanzfläche, Bierzelt, verschiedene Fahrgeschäfte und eine Feuershow. So entwickelte sich der Abend doch noch zu einem sehr gelungenen. Und wenigstens meine Angst vor Clowns habe ich überwinden können :)

Nach sieben Wochen Schule hatten wir uns dann auch die ersten Ferien verdient. Um nicht die ganze Zeit zu Hause zu sitzen und sich nur ab und zu mit ein paar Freunden zu treffen, da diese ja auch in den Urlaub fahren, habe ich mich dazu entschlossen, an dem Projekt NCS (National Citizen Service) teilzunehmen. Dies ist eine Organisation, die von der Regierung unterstützt wird und Reisen und Seminare für Jugendliche anbietet, mit dem Ziel, am Ende ein soziales Projekt auf die Beine zu stellen.

Dieses Projekt ist aus insgesamt drei Teilen aufgebaut. Der erste Part wird als ‘adventure’ bezeichnet und so starteten wir am Abend des letzten Schultages zur ‘Isle of Wight’. Drei aufregende Tage unter dem Motto ‘team buliding’, in denen wir Feuer machten, Hütten bauten, Lasertag spielten, kletterten und vor allem viele neue Leute kennenlernten, lagen vor uns. Am Montagnachmittag mussten wir dann allerdings auch schon wieder die Rückreise antreten und uns von allen verabschieden. Doch dies hielt nicht sehr lang, denn schon am Dienstagmorgen trafen wir uns wieder, um den zweiten Part des Projekts anzutreten: ‘Discovery’, in diesem Teil haben uns verschiedene Charity Organisationen bis hin zur Royal Airforce besucht. Dies legte uns den Baustein, um uns für ein Thema, um das sich unsere ‘Social action’ drehen wird, der dritte Teil, zu entscheiden. Im Konsens stimmten wir für die Idee, am 11. November ein Altenheim zu besuchen und mit den älteren Menschen den Opfern der Weltkriege zu gedenken.

Als Deutsche machte ich mir da doch schon ein paar Gedanken, wie die älteren Personen auf mich reagieren würden, da insbesondere das Gedenken an die Opfer der Weltkriege ein teilweise heikles Thema darstellt. Doch zum Glück waren meine Sorgen vollständig unbegründet, denn die Rentner fanden Gefallen daran, sich mit mir und der aktuellen politischen Situation auseinanderzusetzen. Unseren Schwerpunkt für das Programm setzten wir im künstlerisch-musischen Bereich mit vorgetragenen Gedichten, Klavier- und Saxophonstücken, Bingo und einer Torte - alles unter dem Motto Remembrance. Dies hat den älteren Herrschaften sehr viel Freude und eine willkommene Abwechslung zum Alltag gebracht. Und als wir dann zum Ende hin in die vielen lachenden, glücklichen Gesichter geschaut haben, verspürte jeder von uns ein ganz besonderes Gefühl, etwas zurückgegeben zu haben.

Ein weiteres Highlight dieses Monats war ein spontaner Trip nach Brighton. Eines Freitagsnachmittags nahmen wir (Isa, jeweils ein deutsches (Pippa) und ein italienisches Mädchen (Denise) und ich) den Bus nach London und von dort aus nach Brighton. Als wir ankamen war es schon lange dunkel, so konnten wir Brighton bei Nacht erkunden und die wunderschöne Weihnachtsstimmung erleben. Nachdem wir in einem italienischen Restaurant zu Abend gegessen hatten, ‘was by the way’ übrigens sehr praktisch mit ‘echten’ Italienern ist, erkundeten wir die Innenstadt: vorbei an vielen Nachtclubs und Bars bis hin zum Pier und Strand.

Am nächsten Morgen frühstückten wir in einem hiesigen Lokal und machten uns dann auf den Weg zu einem bezaubernden Vintage Laden, ein echter Geheimtipp. Nach zwei Stunden intensiven Stöberns machten wir uns dann auf den Weg zum Pier.




Neben der wunderschönen Aussicht und des guten Wetters (welches in England ja nicht selbstverständlich ist), wurden Unmengen an Essen angeboten, was gar nicht so ungefährlich bei der Anzahl von Möwen ist… Allerdings war dies nur ein kurzer Trip, sodass wir schon um vier den Rückbus nach Bristol genommen haben. Dennoch war es ein erfolgreicher Ausflug, da wir für die kurze Zeit einiges von Brighton gesehen und erlebt haben.


Und seit Mitte November hat auch der Weihnachtsmarkt in Bristol geöffnet und lockt insbesondere mich, da es sich dabei um einen ‘German Christmas Market’ handelt. Das heißt neben Churros und Crêpes werden hier größtenteils Glühwein, Bratwurst, Krakauer und Co. verkauft. Da fühle ich mich fast schon wie zu Hause. Allerdings misse ich die Mutzenmandeln doch sehr, da diese für mich einfach zu einem deutschen Weihnachtsmarkt dazu gehören.  Dafür werden aber Schokofrüchte in rauen Mengen angeboten. Da kann man mal drüber hinwegsehen :)




Hannah berichtet über ihr Austauschjahr in Großbritannien. Hast du auch Lust auf einen Auslandsaufenthalt in Großbritannien? Wir beraten dich gerne!

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