Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Elisabeth in England

Mein zweiter Monat

Hi guys,

 

mein zweiter Monat in England ist tatsächlich schon um und die Zeit vergeht wie im Flug! Ich habe mich mittlerweile schon gut eingelebt und vieles fühlt sich schon ganz natürlich an. Trotzdem gibt es auch immer wieder Momente, in denen ich plötzlich realisiere, dass ich hier in England bin, jeden Tag Englisch rede, höre, lese und schreibe und so weit weg von meiner Familie bin! In solchen Momenten kommt mir das dann ganz unwirklich vor. Ansonsten geht das Leben hier aber normal weiter, mit allen Pflichten und Freuden. Ich liebe meine Gastfamilie und mag das tägliche Leben hier sehr. Meine Gasteltern kümmern sich wirklich gut um mich und es fehlt mir an nichts! Die Enkelkinder kommen regelmäßig zu Besuch und auch wenn kleine Kinder super schwer zu verstehen sind, macht es doch Spaß, verstecken mit ihnen zu spielen. Meine Gasteltern hatten beide im Oktober Geburtstag und haben eine Geburtstagsparty gefeiert. Meine Gastmutter hatte einen runden Geburtstag und hat deshalb die ganze Familie eingeladen und einen Catering Service und eine mobile Bar organisiert! Das war richtig cool!

 

 

Wir saßen den ganzen Abend draußen und haben gequatscht und gegessen. Es war zwar schon sehr kalt, aber meine Gasteltern haben ein paar Öfen aufgebaut, an denen man sich aufwärmen konnte. Ansonsten verbringe ich mit meiner Gastfamilie vor allem abends Zeit, wir essen manchmal (nicht immer) zusammen oder gucken gemeinsam Fernsehen. Das Abendessen nennen die hier in Liverpool übrigens „tea, statt „dinner“ oder „supper“ wie ich es in der Schule gelernt habe. Und dann sagen einige Leute auch noch „dinner“ statt „lunch“ zum Mittagessen. Das ist ganz schön verwirrend und ich habe mich am Anfang etwas gewundert, als meine Gastmutter meinte, mein „tea“ ist fertig und mich statt Tee mein Abendessen erwartet hat! ;) 

 

Ich höre von anderen Austauschschülern immer wieder, dass sie mit ihren Gastfamilien Ausflüge oder andere Aktivitäten machen und sowas habe ich leider noch nicht gemacht, aber man kann nicht alles haben und ich würde meine Gastfamilie um nichts in der Welt eintauschen! Dafür mache ich ganz viele Dinge mit anderen Austauschschülern, und ich glaube, meine Gasteltern lassen mir auch deshalb so viel Freiraum und planen keine anderen Sachen. Ein Highlight im Oktober war das Musical „Beauty and the Beast, das ich mir mit drei anderen Austauschschülerinnen angesehen habe. Das war wirklich schön!

 

 

Außerdem hatte ich eine Woche Ferien und war sehr viel in Liverpool und Umgebung unterwegs. Da es jetzt schon sehr früh dunkel wird, wird im Stadtzentrum alles beleuchtet und das sieht sehr hübsch aus!

 

 

Ich war mit Freunden im Maritime Museum, im Liverpool Museum, im Kino und im Birkenhead Park, ein wunderschöner und riesiger Park in Birkenhead, der auch den Central Park in New York inspiriert hat! Mit der Schule haben wir eine Universität besucht, was ein beeindruckendes Erlebnis war, weil die Uni riesig war (ein ganzer Campus) und uns Austauschschülern geholfen hat, das englische Schulsystem etwas besser zu verstehen. 

 

 

Dann war natürlich auch noch Halloween und die Bonfire Night. Halloween ist hier ähnlich wie in Deutschland. Die kleinen Kinder ziehen um die Häuser und sammeln Süßigkeiten ein („Trick or Treat) und einige Leute feiern Halloween-Parties. Viele Häuser sind gruselig dekoriert und tatsächlich laufen auch viele Leute verkleidet in der Stadt rum. Ich habe mich dieses Jahr weder verkleidet noch Kürbisse geschnitzt, mangels Kostüm und Zeit, aber mir gerne alles angeschaut. In dem Jugendzentrum, in das ich regelmäßig mit anderen Austauschschülern gehe, gab es ein Grusellabyrinth und da sind wir dann auch reingegangen. In der Sporthalle wurde ein Labyrinth aufgebaut, es war dunkel, die Wege haben sich während wir drin waren umgebaut und wir wurden immer wieder von gruseligen Gestalten erschreckt. Dann wurden wir bei einer Schlachter-Kulisse auch noch mit „Blut“ bespritzt! Das war sehr cool, was die da auf die Beine gestellt haben. An Halloween selbst hatten wir erst einmal ein Austauschschülertreffen mit unseren Koordinatoren und den anderen Austauschschülern natürlich. Wir waren im Hilton Hotel und haben echten Afternoon Tea gegessen. Das hatte zwar nicht so viel mit Halloween zu tun, war aber eine tolle Erfahrung! Afternoon Tea bedeutet nicht einfach nur Cream Tea und Scones, sondern beinhaltet noch einiges mehr. Zum einen natürlich Tee, und dann bekommt man eine Servierplatte mit drei Etagen, die man sich zu zweit oder mit mehr Personen teilt. Da drauf sind dann unten kleine Sandwiches, mit denen man startet, danach folgen kleine Küchlein und zum Schluss ganz oben kommen dann die Scones mit Clotted Cream und Marmelade. Das war super lecker und ist eine schöne Tradition!

 

 

Danach bin ich mit den beiden Italienern aus meiner Schule noch zu einem Feuerwerk gegangen. Wegen Halloween und der Bonfire Night am 5. November, an der ein vereiteltes Attentat auf König James I. gefeiert wird, gibt es in dieser Zeit ganz viele Feuerwerke und das was wir gesehen haben war wirklich toll. 

 

 

Außerdem habe ich noch bei einer Freundin übernachtet und das witzige ist, dass wir rausgefunden haben, dass unsere Gastfamilien verwandt sind und wir so etwas wie Großcousinen sind. Das ist sehr schön, weil es uns noch mal stärker verbindet! 

 

Bis dahin - see you soon

 

Elisabeth