Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Elisabeth in England

Mein fünfter Monat

Hi,

der erste Monat des neuen Jahres ist schon vorüber und damit auch mein fünfter Monat in England! Es war etwas ruhiger, als die letzten Monate, aber dafür nicht weniger schön. Nach Weihnachten hat mich der Alltag ganz schnell wieder eingeholt. In der Schule haben wir jetzt die Prüfungsphase. Das ist natürlich etwas stressig, aber auch sehr spannend. Meine ersten Prüfungen waren in Health & Social Care. Da ich das Fach in Deutschland nicht habe, war ich hier besonders gespannt, wie das ist. Die Prüfungen haben wir im Dance Studio geschrieben. Das ist in einem Container, der auf dem Schulhof steht. Leider hatte niemand vorher die Heizung angemacht, daher war es eiskalt! Im Dance Studio wurden ganz viele Einzeltische aufgestellt und wir mussten unseren zugewiesenen Platz finden. Dabei wurden wir von zwei Aufseherinnen angeleitet, die dafür gesorgt haben, dass wir die Regeln einhalten (nicht reden, keine Uhren tragen, etc.). Vor den Prüfungen war ich etwas nervös, dass ich nicht alle Aufgaben verstehe oder mir die englischen Wörter nicht einfallen und ich dadurch nicht genug Zeit habe. Das war aber unbegründet. Wir haben uns im Unterricht gut vorbereitet und so waren mir die Aufgabenformen und Fachbegriffe gut bekannt. Es gibt zwei verschiedene Prüfungsarten. In Health & Social Care waren die Fragen eher kürzer, während wir in Englisch und Psychologie lange Texte schreiben müssen. Wir Austauschschüler mussten bzw. müssen alle Prüfungen mitschreiben. Das finde ich insofern gut, dass es eine wertvolle Erfahrung ist. Inwiefern dass aber bewertet wird, wissen wir noch nicht genau.

Im Januar habe ich außerdem ein Fußballspiel im Stadium gesehen! Liverpool hat gegen Shrewsbury gespielt. Leider hatte ich Probleme mit dem Ticket und habe so die erste Halbzeit fast ganz verpasst, aber das Erlebnis war es trotzdem wert. Die Atmosphäre war unglaublich! Mit einer Freundin bin ich außerdem nach Wales gefahren. Die Grenze ist relativ nah an Liverpool (ca. eine Stunde mit dem Zug), aber wir sind etwas weiter in den Nordwesten gefahren. Dort haben wir uns zwei Städte angeschaut: Convy und Llandudno (keine Ahnung, wie man letztere ausspricht haha). Das Wetter war ganz gut (kein Regen, nur bewölkt) und wir haben viele alte Häuser, hübsche Landschaften, Küsten und sogar eine alte Burg besichtigt. Wales ist wirklich wunderschön und wer die Chance hat, dorthin zu fahren, sollte das unbedingt tun!

Dann hatte ich Geburtstag. Mir war vorher natürlich schon klar, dass mein Geburtstag in die Zeit hier fällt, aber als der Tag dann kam war das trotzdem komisch. Der Tag hat sich ganz anders angefühlt als sonst und ich habe die Geburtstagstraditionen” auch etwas vermisst. Trotzdem hatte ich einen wunderschönen Tag! Am Morgen war ich mit Freunden frühstücken und den Rest des Tages habe ich mit meiner Gastfamilie verbracht. Ich habe einen leckeren Geburtstagskuchen und auch schöne Geschenke bekommen. In dem Café, in dem wir frühstücken waren, wurde ich sogar mit Kerzen in meinen Pancakes überrascht. Das haben meine Freunde sich ausgedacht. Den Tag werde ich auf jeden Fall nie vergessen und es war ein tolles Erlebnis, den eigenen Geburtstag im Ausland zu feiern!

Elisabeth