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Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Felicia in Eastbourne

Mein zweiter Monat in Südengland

Auch mein zweiter Monat hier in England war sehr aufregend und begann damit, dass ich meine Schule und meine Gastfamilie gewechselt habe.

Eigentlich hat mir meine Gastfamilie sehr gut gefallen, es ging mehr um die Schule. Da ich in Deutschland normalerweise in der 11. Klasse wäre, hätte ich von Anfang an in die Jahrgangsstufe 12 in England gehen sollen, da es hier 13 Schuljahre anstelle von 12 (in der Region wo ich herkomme) gibt. Meine Stufe hing mit den Themen überall sehr hinterher im Vergleich zu meiner Schule in Deutschland. Außerdem waren alle englischen Schüler fast jeden Nachmittag bei den Extra Study Sessions, weshalb sie fast nie Zeit hatten, sich nach der Schule noch zu treffen. Da ich mich nicht ein ganzes Schuljahr langweilen wollte, habe ich mich entschieden, meine Schule zu verlassen und auf ein College zu gehen, welches in England immer die Stufen 12 und 13 sind.

Weil es aber kein College in meiner Nähe gab, das mich hätte nehmen können (ich bin eigentlich ein wenig zu jung für Jahr 12), musste ich auch den Ort und somit die Gastfamilie wechseln, auch wenn ich meine Gastfamilie wirklich mochte. Jetzt lebe ich ca. 30km weiter westlich, in Brighton.

Jetzt kann ich sagen, es war die beste Entscheidung, die ich hätte treffen können! Nachdem ich zwei Wochen bei einer temporären Gastfamilie gelebt habe, bekam ich meine endgültige Gastfamilie. Ich habe so ein Glück mit meiner neuen Familie (Gastmutter mit vier Kindern, die allerdings alle nicht mehr zu Hause leben), da sie sehr nett, offen und interessiert an mir und meiner Kultur ist. Ich fühle mich wie ein Teil der Familie. Ich backe und koche sehr viel mit meiner Gastmutter, natürlich englische und deutsche Gerichte, und werde in alles mit einbezogen.

Auch meine Schule ist für meinen Geschmack um einiges besser. Ich bin an einem recht kleinen College, welches zu der ‘Hove Park School’ gehört. Hier sind wir fast mehr Austauschschüler als englische Schüler, sodass eigentlich jeder mit jedem befreundet ist. Schon direkt nach den ersten zwei Tagen hatte ich mindestens 10 neue Freunde.

Auch mein Stundenplan ist jetzt ganz anders. Ich habe nur noch drei Fächer, was bedeutet, dass ich manchmal nur eine Stunde am Tag habe (eine Stunde geht 95 Minuten) und manchmal ‘Learning for life’, was eigentlich nur ein anderes Wort für ‘Tutor time’ ist.

Da ich aber schon seit 11 Jahren Klavier spiele, kann ich auch immer den Musikraum in meinen Freistunden nutzen, wenn er leer ist.

Die Fächer kann ich mir alle selber aussuchen. Ich habe Photography, Biology und Maths gewählt, wovon Photography definitiv mein Lieblingsfach ist. Wir müssen über das Jahr ein DIN-A3 Scrapbook über verschiedene Themen wie ‘Environment’ (Umwelt) und ‘Double Exposure’ (Doppelbelichtung) füllen, was am Ende des Jahres mit einem zweiten eigenständigen Projekt bewertet wird. Wir dürfen uns auch zwischendurch die Kameras der Schule ausleihen, um Fotos für die verschiedenen Themen zu schießen.

In Mathe und Biologie machen wir eigentlich das selbe, was ich jetzt auch in Deutschland machen würde, aber die Art und Weise, wie wir hier lernen ist definitiv anders als in Deutschland. Wir haben immer ein Thema pro Unterrichtsstunde welches wir besprechen und die nächste Stunde haben wir wieder ein neues Thema. In Mathe haben wir sogar zwei Lehrer und jeder bespricht ein anderes Kapitel mit uns.

Da Brighton um einiges größer ist als Eastbourne, gibt es hier auch viel mehr Möglichkeiten etwas in der Freizeit zu unternehmen oder einem Verein beizutreten. Ich mache jetzt Tea-Kwon-do und Contemporary Dance hier, wodurch ich noch mehr Leute kennengelernt habe.

Der Churchill Square am Shopping Centre ist sozusagen der Treffpunkt von uns allen. Da man hier so viele Freunde hat, ist eigentlich immer jemand in der Stadt den man dort treffen kann. Aber ich treffe auch häufig Freunde zu Hause und wir kochen, backen, gucken einen Film oder reden einfach. Generell gehe ich viel häufiger raus und auch meine Freunde hier dürfen länger draußen bleiben als meine Freunde in Eastbourne, vermutlich weil die meisten um die 1 bis 2 Jahre älter sind als ich.

Ich habe schon so viel vor und geplant, ich freue mich auf jeden Fall auf die kommenden Monate und ich bin mir mehr als sicher, dass Brighton der richtige Ort für mich ist.

 

Felicia berichtet über ihr Austauschjahr in Großbritannien. Hast du auch Lust auf einen Auslandsaufenthalt in Großbritannien? Wir beraten dich gerne!

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