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Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Felicia in Eastbourne

Mein erster Monat in Südengland

Hi, mein Name ist Felicia und ich lebe jetzt schon seit etwas über einem Monat in Südengland. Ich habe in den letzten Wochen schon so viel erlebt, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll! Am besten direkt mit meiner Anreise.

Ich bin am 31. August mit dem Flugzeug in London Heathrow gelandet, wo ich von einem Taxifahrer bis zu meiner Gastfamilie nach Polegate gebracht wurde. Das ist ein kleiner Vorort von Eastbourne, nur ein paar Kilometer von der Küste entfernt. Von meiner Gastfamilie wurde ich auch sofort herzlich mit einer Umarmung empfangen und ins Haus gelassen, welches mir sofort gezeigt wurde.

Da ich noch eine Gastschwester aus Italien bekommen sollte, sind meine Gasteltern und ich später gemeinsam in die Stadt gefahren, um sie dort abzuholen. Und natürlich gab es am ersten Abend erstmal Fish and Chips zum Dinner!

An unserem ersten vollständigen Tag in England ist unser Gastvater mit Giulia (meine Gastschwester) und mir nach Eastbourne gefahren und hat uns alles Wichtige gezeigt. Da mir es dort so gut gefallen hat, bin ich den Tag darauf sofort wieder mit meiner Gastschwester in die Stadt gefahren, um Shoppen zu gehen. Und da wir erst am 5. September in die Schule mussten, sind wir am nächsten Tag nach Brighton gefahren.




Der erste Schultag war für mich sehr aufregend! Ich wollte schon immer mal eine Schuluniform tragen und auf eine englische Schule gehen. Meine Gastschwester und ich müssen morgens immer den Bus nehmen, sodass wir um 8 Uhr in der Schule sind. Der Unterricht beginnt zwar immer erst um halb 9, aber ab 8 Uhr gibt es kostenlos Toast, Tee und Kaffee in der Kantine der Eastbourne Academy, sodass ich nie zu Hause frühstücken muss.
Als wir dann in der Schule angekommen sind, haben wir uns zuerst mit den anderen Austauschschülern getroffen und die Koordinatorin für Austauschschüler an der Schule hat uns ein paar grundsätzliche Regeln erklärt und uns erzählt, wie ein Schultag an der Schule ungefähr aussieht. Danach hat jeder von uns einen „Buddy“ bekommen, dem wir erstmal die ersten paar Tage folgen sollten, um die Schule kennenzulernen. Die Woche darauf haben wir dann unseren eigenen Stundenplan bekommen. Ich habe die Fächer Performing Arts, Film Studies und History gewählt. Science, Maths, English und PE hat man sowieso als Pflichtfächer.




Ein typischer Tag an der Eastbourne Academy sieht so aus, dass jede Schulstunde genau eine Stunde dauert. Nach zwei Stunden hat man eine halbe Stunde Pause, dann wieder zwei Stunden Unterricht und dann eine halbe Stunde Lunchbreak. Nach der zweiten Pause hat man nur noch eine Stunde Unterricht und 20 Minuten „Tutor“. Das ist hauptsächlich für Organisatorisches gedacht. Wir treffen uns dafür in unseren Communities (so etwas wie Häuser bei Harry Potter), von welchen die Schule die folgenden drei hat: Darwin, Franklin und DaVinci. Ich bin in DaVinci eingeordnet worden.
Um zehn vor drei endet dann die Schule. Danach hat man noch die Möglichkeit, an Extracurriculars teilzunehmen, also beispielsweise Fußball, Basketball, aber auch Tanzen und Sprachkurse. Da ich jedoch in Jahr 11 eingestuft bin, nehmen die wenigsten aus meiner Stufe daran teil, da sie dieses Jahr ihre GCSE’s schreiben, um sich danach auf einen Platz im College zu bewerben (Jahr 12 und 13). Dafür gibt es fast jeden Tag ESS (Extra Study Sessions) in verschiedenen Fächern. Alles in allem finde ich die Schule in England aber ziemlich einfach, sodass ich bisher noch nicht einmal an einer ESS teilgenommen habe… :)
Insgesamt sind englische Schulen ganz anders als deutsche. Nicht nur, dass hier in jedem Fach Whiteboards statt normale Tafeln verwendet werden, die Lehrer bereiten auch für jede Stunde eine PowerPoint-Präsentation vor und arbeiten immer gezielt auf die GCSE’s hin. Es ist so, als würde man praktisch die Antworten für die Examen am Ende des Jahres auswendig lernen. Außerdem braucht man auch keine Stifte oder Hefte mitbringen, da man alles von der Schule gestellt bekommt, genauso wie Kleber, Schere, Geodreiecke oder Zirkel. Interessant ist, dass man immer auf der linken Seite der Korridore laufen muss und manchmal darf man nicht denselben Weg zurücknehmen, den man gekommen ist (ich kann hier aber nur für die Eastbourne Academy sprechen!).

Ich muss sagen, es ist nicht so einfach englische Freunde zu finden, zumindest anfänglich nicht, da die englischen Schüler meistens Angst davor haben, dich anzusprechen, weil sie denken, du kannst sie nicht verstehen (nur weil sie selber nicht die Besten im Bereich Fremdsprachen sind… ). Aber wenn man von allein auf sie zugeht, ist es viel einfacher, mit ihnen Kontakt aufzubauen, weshalb ich mittlerweile schon ein paar englische Freunde gefunden habe. Austauschschüler sind meiner Erfahrung nach irgendwie sowieso alle miteinander befreundet, so dass man auf keinen Fall alleine in der Schule ist!

In meiner Freizeit habe ich in den letzten Wochen auch schon sehr viel erlebt. Ich habe mich jede Woche mehrmals mit meinen Freunden in der Stadt getroffen, wo wir entweder ins Kino gegangen sind, an den Pier von Eastbourne, shoppen waren oder in einem koreanischen BBQ essen waren, bei welchem wir mittlerweile schon Stammkunden sind! Mittlerweile waren wir auch schon mehrmals in Brighton, da die Stadt sehr schön und einiges größer ist als Eastbourne und nur knappe 35 Minuten mit dem Zug entfernt liegt.




Mein absolutes Highlight bisher war der Trip nach London, wo ich schon früh am Morgen mit einer Freundin mit dem Zug hingefahren bin. Von Eastbourne aus sind es nur ungefähr 1 ½ Stunden Fahrt mit dem Zug. Die hat man aber kaum gemerkt, da wir uns so auf London gefreut haben! Der Zug fährt direkt bis nach Victoria Station und die Tickets sind sehr günstig, wenn man entweder unter 16 Jahre alt ist, Collegestudent ist oder eine Railcard besitzt. Wir haben nur £12.50 für ein Ticket hin und zurück, plus ein Tagesticket für die Tube und für die Busse in ganz London bezahlt!
Da London aber so groß ist, haben wir nur einen kleinen Teil der Stadt gesehen. Wir waren in der Oxford Street, der Regent Street, am Leicester Square, in Chinatown, in der Victoria Street und auch in vielen, kleineren Gassen. Wir sind so viel gelaufen, sodass ich am Ende des Tages kaum noch stehen konnte!

Wie man sieht, war mein erster Monat hier in England wirklich sehr erlebnisreich und spannend und ich freue mich auf die nächsten 9 Monate, die noch vor mir liegen! 



 

Felicia berichtet über ihr Austauschjahr in Großbritannien. Hast du auch Lust auf einen Auslandsaufenthalt in Großbritannien? Wir beraten dich gerne!

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