Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

Image can't be displayed.

Katharina in England

Vorweihnachtszeit in London

Der November war vollgepackt mit Erlebnissen. Gleich zu Beginn des Monats war Bonfire Night. Der Tag wird gefeiert, da im Jahre 1605 versucht wurde, die Houses of Parliament in London in die Luft zu jagen, was jedoch scheiterte. Die Stadt St. Albans hatte an diesem Tag zu einem riesigen Feuerwerk eingeladen, welches sehr malerisch an einem See veranstaltet wurde. Zu dem Event kamen etwa 25.000 Leute, darunter natürlich auch wir Austauschschüler. Es war wirklich wunderschön und sehr beeindruckend.

Ich bin nicht gerade ein großer Fußballfan, und das Wembley-Stadion kannte ich bisher nur von außen. Es liegt etwas außerhalb von London und ist das zweitgrößte Stadion Europas. Im November fanden dort zwei Freundschaftsspiele der englischen Nationalmannschaft statt. Leider hatte ich unter den Engländern niemanden gefunden, der sich mit mir das Spiel gegen Deutschland anschauen wollte – wahrscheinlich hatten alle Angst vor einer Niederlage J. Zum Glück sind mein Gastvater, mein Gastbruder und der Freund meiner Gastschwester total Fußball-verrückt und haben mich zum Länderspiel gegen Brasilien mitgenommen. Ich bin zuvor noch nie bei einem großen Fußballspiel gewesen und war daher völlig überwältigt von der Atmosphäre in diesem gigantischen Stadion. Da war es auch nicht so schlimm, dass keine Tore fielen. Außerdem habe ich Neymar einmal live gesehen. 

Zurück zum Schulalltag. An unserer Schule kann man sich neben seinen Fächern auch noch für Extra- Aktivitäten melden. Anfang des Jahres hatte ich mich für Volunteering eingetragen, was dann auch diesen Monat begann.

Bei dieser Aktivität geht es hauptsächlich darum, lokale Einrichtungen zu unterstützen. Ich wurde eingeteilt, bei der diesjährigen „Dragons' Apprentice Challenge“  mitzuwirken. Ich hatte zunächst überhaupt keine Ahnung, was sich dahinter verbirgt. Doch eigentlich ist es eine mega coole Aktion. Die Aufgabe besteht darin, dass mindestens ein Schüler der Oberstufe mit Kindern einer Grundschule ein Team bildet, das dann so viel Geld wie möglich für einen guten Zweck sammelt. Gemeinsam mit einer englischen Mitschülerin betreue ich acht zehnjährige Kids aus der benachbarten Grundschule. Ziel ist es, ein Anfangskapital von £50 innerhalb von nur 7 Wochen  so einzusetzen, dass ein Gewinn von mindestens £300 entsteht. Das Geld, das die kleinen „Drachen“ sammeln, soll in unserem Fall einem Altersheim zugutekommen. Da musste ich natürlich erst einmal schlucken, denn es ist gar nicht so einfach, so etwas mit den Kids zu organisieren. Für unsere Ideen mussten wir einen Business Plan aufstellen. Außerdem ist es ein Wettbewerb zwischen den Schulen in meiner Stadt: Wer das meiste Geld sammelt und die besten Projekte startet, gewinnt die Challenge.

Unser erstes Projekt fand dann auch gleich Ende November statt. Auf der Kinderdisko in der Grundschule durften wir für etwas Geld Partyspiele anbieten. Es war zwar ganz schön anstrengend, hat aber gleichzeitig viel Spaß gemacht. Ich hätte es echt nicht gedacht, aber mit unserer ersten Aktion haben wir rund £150 eingenommen. Die nächsten Projekte sind für den Dezember geplant. Die Kids haben echt verrückte Ideen. Lasst euch in meinem nächsten Bericht überraschen, wie es weitergeht.

  Natürlich durfte auch diesen Monat ein Trip nach London nicht fehlen. Diesmal habe ich mit sechs anderen Mädchen aus meiner Schule einen Ausflug ins „Winter Wonderland“ gemacht. Das ist ein recht berühmter Weihnachtsmarkt im Hyde Park. Aber eigentlich ist es mehr ein Vergnügungspark mit vielen Fahrgeschäften und vor allem viel Essen. Lustig war, dass alles im „Germany-Style“ eingerichtet war. Es gab sogar ein bayrisches Dorf, wo natürlich auch Schlager-Musik am Start war. Überall wurden „German Sausages“ angeboten. Der Weihnachtsmarkt sah wirklich aus wie der zuhause.

 

Am nächsten Tag sind wir dann direkt nochmal nach London gefahren, da ja Black Friday war. Man kann sich ja vorstellen, was für Massen sich auf der Oxford Street, der berühmten Einkaufsstraße Londons, getummelt haben. Ehrlich gesagt war es der Horror, da es fast unmöglich war etwas zu kaufen, ohne eine halbe Stunde an der Kasse zu stehen.

Zusammengefasst ist der November schon wieder wie im Flug vergangen und Weihnachten rückt immer näher. In meiner Gastfamilie fühle ich mich wirklich wie zuhause und ich bin echt froh, dass ich so ein Glück mit ihnen habe. Die Schule ist zum Alltag geworden, der aber keinesfalls langweilig ist. Und meine Umgebung und mein kleines Städtchen kenne ich schon so gut wie auswendig.

Katharina berichtet über ihr Austauschjahr in Großbritannien. Hast du auch Lust auf einen Auslandsaufenthalt in Großbritannien? Wir beraten dich gerne!

Beratungstermin vereinbaren