Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Katharina in England

Reif für die Insel

Nun ist es schon mehr als einen Monat her, dass mein großes Abenteuer in Großbritannien begonnen hat. Ich kann gar nicht glauben, wie schnell die Zeit vergangen ist. Meine Reise zur Gastfamilie ist wahrscheinlich eher untypisch gewesen, da ich mit meinem Vater zusammen von Dresden aus bis nach Harpenden, einem Vorort von London, mit dem Auto gefahren bin.

Das Gute daran war, dass ich unendlich viel Platz für all meine Sachen hatte und mein halbes Zimmer mitnehmen konnte. Am Samstag, dem 2.September bin ich dann endlich bei meiner Familie angekommen. Wir hatten erst einmal einen langen Grillabend und haben viel miteinander geredet. Meine Gastfamilie besteht aus meinen Gasteltern, meinem Gastbruder Michael, der genauso alt ist wie ich, und meiner Gastschwester Bryony, die aber seit drei Wochen zu Uni geht und deshalb nicht mehr zuhause wohnt. Am allertollsten ist aber, dass meine Gastfamilie einen süßen Hund mit dem Namen Namba hat.

Wir wohnen auf einer Straße mit ganz vielen Einfamilienhäusern, die alle gleich aussehen. Mein Zimmer, in dem früher meiner Gastschwester gewohnt hat, ist wunderschön und sogar größer als mein Zimmer in Deutschland.

Am Dienstag ging dann auch für mich die Schule los. Das Schulsystem ist hier komplett anders als in Deutschland, und ich musste mich auch erst einmal daran gewöhnen. Ich bin in der Sixth form, was der Abiturstufe in Deutschland entspricht, und habe das ganze Jahr nur drei Fächer, welche ich am Anfang des Schuljahres wählen konnte. Ich habe mich für Mathe, Business und Sporttheorie entschieden und bin mit meiner Entscheidung wirklich sehr zufrieden.

Auf meine Schule, das Loreto College in St Albans, gehen ca. 900 Schüler, wovon genau acht Jungs sind. Das liegt daran, dass Jungs diese Schule erst ab der Oberstufe besuchen können. Uniform tragen müssen wir zwar nicht, aber es gibt hier einen Dresscode, wie z.B. dass man keine zerrissenen Jeans tragen darf. An meiner Schule gibt es auch noch zehn andere Austauschschüler aus Italien, Spanien, Deutschland, Schweden, Norwegen und Dänemark. Das ist super toll für uns, da wir uns alle in der gleichen Situation befinden und somit nicht allein sind.

Bereits am Donnerstag in der ersten Schulwoche haben wir einen Tagesausflug nach Cambridge gemacht mit allen 100 Schülern aus meiner Stufe. Es war ein wirklich schöner Tag. Wir haben an einer Bootstour teilgenommen, eine Führung durch die Universitäten von Cambridge bekommen und eine kleine Schnitzeljagd veranstaltet. Der Tag war auch eine gute Gelegenheit, um neue Leute kennenzulernen.

Da ich in Dresden seit zehn Jahren zum Gerätturnen gehe, habe ich auch hier versucht, einen passenden Verein für mich zu finden. Es hat zwar einige Zeit und Mühe gekostet, aber inzwischen gehe ich nun schon seit ein paar Wochen regelmäßig zum Training. Neben dem Gerätturnen wollte ich aber auch einmal etwas anderes ausprobieren und habe  verschiedene Tanzarten getestet. Ich habe mich zusammen mit der dänischen Austauschschülerin für eine Street-Dance Gruppe entschieden.  Es macht wirklich richtig viel Spaß, obwohl ich vorher noch nie etwas in der Richtung gemacht habe.    

Die Wochen vergehen hier wie im Flug und an den Wochenenden unternehme ich meistens etwas mit den anderen Austauschschülern. Wir verstehen uns alle richtig gut. In St. Albans ist jeden Samstag ein großer Markt mit ganz vielen frischen Produkten aus der Region. Dort gehe ich sehr gern hin. Gleich zu Beginn des Schuljahres hatte einer der italienischen Austauschschüler Geburtstag. Wir sind gemeinsam in einen großen Trampolinpark gefahren und haben danach eine riesige Geburtstagstorte gegessen. Wir waren auch schon zusammen Bowling spielen und auf einem Food-Festival.

Mein absolutes Highlight bis jetzt war aber der Ausflug nach London zusammen mit den anderen Austauschschülern. Mit dem Zug braucht man von Harpenden bis in die Londoner Innenstadt nämlich nur eine halbe Stunde. Wir waren den ganzen Tag unterwegs und sind sehr, sehr viel gelaufen. Wir haben die Tate Gallery of Modern Art besichtigt, uns auf dem Borough Market die Bäuche vollgeschlagen und einen langen Spaziergang an der Themse entlang gemacht. Am Nachmittag sind wir dann nach Covent Garden gelaufen und haben den Streetperformern zugeschaut, die dort täglich auftreten. Mit einem Bummel durch Chinatown haben wir den Ausflug abgeschlossen, bevor wir uns todmüde zurück auf den Heimweg gemacht haben.

Schlussendlich kann ich sagen, dass mein erster Monat hier voll mit neuen Eindrücken war und ich mich schon richtig gut eingelebt habe. Da ich hier so viel erlebe, habe ich auch fast überhaupt keine Zeit für Heimweh. Ich freue mich schon sehr auf die kommenden Wochen. Bald haben wir hier auch Herbstferien, in denen ich mit meiner Gastfamilie nach Kent zu deren Verwandten fahren werde. Darüber werde ich in meinem nächsten Bericht schreiben.

Katharina berichtet über ihr Austauschjahr in Großbritannien. Hast du auch Lust auf einen Auslandsaufenthalt in Großbritannien? Wir beraten dich gerne!

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