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Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Katharina in England

Urlaub in Kent und ein heißer London Marathon

Der April war, denke ich, war einer meiner erlebnisreichsten Monate hier in England. Ein Event jagte das nächste und gefühlt war der Monat schon wieder vorbei, als er noch gar nicht richtig angefangen hatte.

Die ersten beiden Aprilwochen hatte ich Osterferien. Ich habe mich sehr gefreut, dass mich meine Gastfamilie für eine Woche nach Broadstairs in den Urlaub mitgenommen hat. Broadstairs ist eine kleine Stadt in Kent an der Ostküste Englands. Wir haben ein Ferienhaus gemietet und auch die Tante und die Großeltern haben die Woche mit uns dort verbracht.


Ich muss sagen, bei diesen Familienausflügen geht es hauptsächlich um viel und gutes Essen. Von Fish&Chips über selbstgemachten Braten bis hin zum chinesischen Takeway war alles dabei. Täglich Tee und Kuchen durften natürlich auch nicht fehlen. Aber abgesehen von dem ständigen Schlemmen sind wir jeden Tag sehr lange am Strand spazieren gegangen mit unserem Hund.


Des Weiteren haben wir auch Minigolf gespielt und waren shoppen. Nach dem Abendbrot stand dann immer noch ein Spieleabend oder ein Quiz an, denn mein Gastbruders liebt es, Quizfragen zu kreieren. Es war ein wirklich toller Kurzurlaub und ich bin sehr glücklich, dass meine Gastfamilie mir dies erneut ermöglicht hat.



Zurück in der Schule stand auch gleich das nächste Event an: der Award-Evening der Dragonclubs. Wie bereits in den letzten Berichten erklärt, habe ich mit Grundschulkindern Geld für ein Altersheim gesammelt. An diesem Abend trafen wir dann auf die anderen sieben Teams, die ebenfalls Geld gesammelt hatten, aber für andere soziale Einrichtungen. Es gab verschiedene Kategorien, in denen man einen Award gewinnen konnte. Wir haben den „Beste Zusammenarbeit mit der Charity“ Award gewonnen und meine kleinen Teammitglieder waren mächtig stolz. Zudem gehörten wir zu den Teams, die das meiste Geld gesammelt hatten, was natürlich umso besser war. Es war auch mega interessant, zu hören, mit welchen kreativen Ideen die anderen Teams das Geld zusammengetragen hatten. Viele haben Kuchen verkauft, Sponsorenläufe veranstaltet, mit lokalen Restaurants zusammengearbeitet, Minidiscos organisiert oder sogar selbstdesignte Pullover verkauft. Zusammen mit den Teams der Oberstufe haben wir über £22.000 für Wohltätigkeitszwecke gesammelt.


Das Wetter wurde Mitte April dann auch endlich schöner, eigentlich gleich zu schön. Noch im letzten Monat gab es schulfrei, weil es geschneit hatte, und jetzt stiegen die Temperaturen auf bis zu 25°C. Für mich nichts Ungewöhnliches, aber für die Engländer schon wieder viel zu heiß. Wenn die Temperaturen hier über 20°C klettern, laufen alle nur noch im Sommeroutfit herum und sind der Meinung, man könne keinen Unterricht mehr machen, da es ja viel zu heiß sei. Ich halte das für ziemlich übertrieben. Man kann es hier echt keinem recht machen. Das Wetter in England ist wirklich ein großes Thema. Ständig wird darüber diskutiert, egal wo man ist und mit wem man sich unterhält. Allerdings sind die Engländer auch Weltmeister im Smalltalk und da ist das Wetter nun einmal Thema Nummer 1.


Das wohl spannendste Event im April war der London Marathon am 22. April. Ich hatte mir zuvor schon einige Halbmarathons hier angeschaut, aber der London Marathon ist natürlich etwas ganz Besonderes. Läufer aus der ganzen Welt kommen nach England um teilzunehmen. Die Stimmung in ganz London war echt atemberaubend. An diesem Tag war es so voll in der Stadt wie noch nie zuvor. Jeder wollte die Elitesportler einmal live sehen, ich natürlich auch. Es war übrigens der wärmste London Marathon, den es je gegeben hatte, und viele Läufer hatten wirklich zu kämpfen.



Ich stand etwa zwei Kilometer vor der Ziellinie. Zwei Stunden nach dem Start kamen die ersten Profisportler angerannt. Es war ein riesiges Spektakel und die ganze Zeit über wurde gejubelt. Am lautesten wurde es, als Mo Farah, der beste englische Marathonläufer, um die Ecke geschossen kam. Aber nicht nur Profis aus der Weltspitze haben teilgenommen. Viele Hobbysportler und vor allem Menschen, die Geld für eine Charity sammelten, waren am Start. Besonders beeindruckend waren die paralympischen Sportler. Recht viele blinde Leute waren auf der Strecke unterwegs, andere haben die 42km im Rollstuhl gemeistert oder sind mit Prothesen gerannt. Viele Leute hatten sich auch verkleidet und absolvierten den Marathon in den verschiedensten Kostümen. Der älteste Athlet dieses Jahr war sage und schreibe 87 Jahre alt. Selbst eine Frau auf Stelzen habe ich beobachten können. Auch nach sieben Stunden war noch ordentlich was los auf der Rennstrecke. Insgesamt haben ca. 40.000 Menschen am Marathon teilgenommen und ich habe echt Respekt vor den Läufern. Denn obwohl ich recht sportlich bin, würde ich wahrscheinlich nie selbst einen Marathon laufen.

Als kleine Zusammenfassung kann ich sagen, dass der April ein wirklich toller Monat war.  Auch in der Schule und mit meiner Gastfamilie läuft alles super. Auf die anstehenden Events der nächsten und gleichzeitig letzten zwei Monate freue ich mich jetzt schon.

Katharina berichtet über ihr Austauschjahr in Großbritannien. Hast du auch Lust auf einen Auslandsaufenthalt in Großbritannien? Wir beraten dich gerne!

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