Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Katharina in England

Endspurt: Prüfungen, Color Run & Sightseeing

Mit dem Juni brach der letzte komplette Monat meines Auslandsjahres an. Am Anfang denkt man sich ja immer, dass zehn Monte eine lange Zeit sind, aber eigentlich ist es verdammt kurz, wenn man so viel erlebt.

Zu Beginn des Monats waren die Ferien auch schon wieder vorbei und der letzte Abschnitt des dritten Terms begann. Die nächsten drei Wochen bestanden hauptsächlich aus Vorbereitungen für die „end of the year exams“ in der letzten Juniwoche. In dieser sogenannten „exams-week“ müssen alle Schüler die Tests schreiben, mit deren Ergebnissen sie sich dann auch in einigen Monaten bei den Unis bewerben werden. Dementsprechend waren diese Klausuren eigentlich extrem wichtig. Trotzdem hatte ich das Gefühl, dass viele es nicht wirklich ernst genommen haben. Es gibt immer einige Schüler, die nicht zur Schule kommen oder die Zeit im Sofazimmer des Colleges verbringen statt zum Unterricht zu erscheinen. Komisch finde ich allerdings, dass das bis auf einen schlechten Durchschnittwert bei der Erfassung der Anwesenheit keine wirklichen Konsequenzen hat und die Schüler damit durchkommen. Ich frage mich manchmal, ob das nur an meiner Schule so ist oder ob es sich um ein allgemeines Problem handelt. Vielleicht ist es aber auch so, weil man es in der Oberstufe wirklich selbst wollen und auch viel selbst erarbeiten muss. 

Ansonsten gab es an unserer Schule noch einen putzigen Neuzugang. Seit den Ferien haben wir einen weiteren Schulhund, der im Kunstzimmer lebt. Der kleine Welpe „Crumble“ und seine große Schwester „Cookie“ werden als Therapiehunde eingesetzt. Sie sollen dabei helfen, dass die Schüler sich besser konzentrieren, was aber nicht wirklich klappt, da die beiden die ganze Zeit nur durch die Gegend rasen. Vor allem der Welpe ist noch sehr tapsig und alle Schüler lieben ihn.

Ein wunderschönes Event im Juni war der Color Run, den ich in einem Team mit drei Mädchen meiner Schule absolviert habe. Eigentlich gibt es einen richtigen Laufclub an meiner Schule, jedoch fehlte ein Teammitglied und da musste bzw. durfte ich einspringen.


Es war mega lustig, da es mehr der Unterhaltung diente als dem wirkliches Rennen. Auf der fünf Kilometer langen Strecke gab es 20 sogenannte „Obstacles“. Das waren kleine Hindernisse, wie Hüpfburgen, Kletterberge oder Rutschen, welche man überwinden musste. An jeder Station standen Mitarbeiter mit Farbflaschen, von denen man ordentlich eingefärbt wurde. Nach etwa einer dreiviertel Stunde haben wir den Partybereich erreicht und jeder von uns hat Farbbeutel bekommen, die wir dann alle zusammen hochgeschmissen haben. Das ganze Event hat extrem Spaß gemacht und ich möchte so etwas auf alle Fälle noch einmal machen.


Im letzten Monat habe ich die „Foot Tours London“ für mich entdeckt. Das sind kostenlose Führungen durch London zu ganz verschiedenen Themen. Ich glaube ich habe insgesamt an elf unterschiedlichen Touren teilgenommen und jede von ihnen war auf eine andere Art und Weise interessant. Von einer „Food Tour“ über eine „Ghost Tour“ bis hin zu einer „Royalen Tour“ war alles dabei. Eine Gruppe bestand meistens so aus 20 Leuten und die meisten waren Touristen. Am besten hat mir die „Graffiti and Street Art Tour“ gefallen. Der Gruppenführer war selbst auch ein Graffitikünstler und hat uns durch seine beliebtesten Viertel und Gegenden geführt. In versteckten Hinterhöfen konnten wir die kuriosesten Gemälde bestaunen. Ich selbst hätte diese Orte allein nie gefunden.



Das Wetter wurde auch immer besser und somit beschlossen wir Austauschschüler, einen Tagestrip nach Brighton zu machen. Die Stadt im Süden Englands ist bekannt für ihre Strandkultur und definitiv einen Besuch wert. Von London ist es etwas mehr als eine Stunde mit dem Zug. Ich persönlich finde Brighton wunderschön, denn es gibt dort so viele verwinkelte Gassen mit den verschiedensten Lädchen und kleinen Cafés.

Überall sitzen Menschen und genießen die entspannte Atmosphäre. Bei dem umfangreichen Angebot an Leckereien konnte man sich gar nicht entscheiden. Am Strand lagen viele Menschen in der Sonne und auch auf der Seebrücke und dem kleinen Vergnügungspark war einiges los. Den Pavillon im indischen Stil haben wir uns ebenfalls angeschaut und den frischen Fisch konnten wir uns natürlich auch nicht entgehen lassen. Ich glaube, wenn es erst richtig heiß wird, wimmelt es hier nur so von Badegästen und Touristen. Ich hätte auch gerne noch etwas mehr Zeit in Brighton verbracht, da es dort so viel zu entdecken gab.

Der Juni war geschafft und mir blieb bis zum Rückflug nur noch eine letzte Woche. Auch diese letzte Woche wird vollgestopft sein mit Erlebnissen und sicher auch viel Packstress. Ich frage mich jetzt schon, ob alles in meine Koffer passen wird. Das werdet ihr dann ja sicher in meinem letzten Bericht lesen können.

Katharina berichtet über ihr Austauschjahr in England. Hast du auch Lust auf einen Austausch in England? Wir beraten dich gerne!