!DOCTYPE html>

Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

Image can't be displayed.

Katharina in England

Reif von der Insel

Heute schreibe ich meinen letzten Erfahrungsbericht, worüber ich wirklich traurig bin. Ich hatte die Möglichkeit, noch die erste Juliwoche in England zu verbringen, von der ich euch natürlich berichten möchte.

Wir bereits in einem vorherigen Bericht erwähnt, hatte ich mich ja für den nächsten Turnwettkampf qualifiziert, welcher Anfang des Monats stattfand. Nach zwei Stunden Fahrt kamen wir endlich in einer kleinen Stadt an der Ostküste Englands an und der Wettkampf ging sofort los. Ich musste alle vier Geräte turnen: Balken, Boden, Stufenbarren und Sprungtisch. In meiner Altersklasse gab es noch zehn andere Teilnehmerinnen, die alle extrem gut waren. Schlussendlich wurde ich dann am Boden, Balken und Sprung Vierte, was mich etwas ärgerte, da es wirklich sehr knapp zuging. An meinem Lieblingsgerät, dem Stufenbarren, konnte ich aber die Silbermedaille ergattern.

Am selben Wochenende stand dann auch mein letzter Ausflug nach London an, den ich natürlich noch einmal voll ausnutzen wollte. Ich bin zu einem Musicalfestival gegangen, bei dem man sogar die originalen Kostüme der Shows anprobieren durfte. Es wurden kurze Ausschnitte von berühmten Musicals wie König der Löwen, Chicago und Mamma Mia live aufgeführt.

 

Des Weiteren habe ich mir noch die Westminster Abbey angeschaut. Das ist die Kirche, in der auch die Queen gekrönt wurde und William und Kate geheiratet haben. Ich glaube wirklich, dass ich London bereits jetzt besser kenne als meine Gastfamilie es tut, da ich so viele verschiedene Orte, Ausstellungen, Museen und Events besucht habe. Ich finde es echt klasse, dass man so viele Dinge kostenlos erleben und besichtigen kann, was ja in Deutschland eher weniger der Fall ist.

Und dann begann auch schon meine allerletzte Woche in England. Ich habe in diesen fünf Tagen ein weiteres Praktikum bei einem Tierarzt absolviert. Zwar durfte ich als 17-Jährige aus Versicherungsgründen nicht wirklich mit anpacken und helfen, aber es war trotzdem extrem interessant. Ich konnte bei allen Sprechstunden mit dabei sein und während der Operationen dem Tierarzt über die Schulter schauen.

Schließlich war Kofferpacken angesagt, wovor es mit wirklich etwas gruselte. Ich hatte zwar drei Koffer, aber es hat wirklich viel Mühe und Kraft gebraucht, alles zu verstauen. Letztendlich habe ich es doch geschafft und musste fast nichts zurücklassen.

Doch bevor es zurück nach Deutschland ging, wollte ich mich noch von allen Menschen verabschieden, die ich kennengelernt hatte. Es war gar nicht so einfach, dabei niemanden zu vergessen, da ich auch außerhalb der Schule recht viele Freunde gefunden hatte - durch den Gerätturnverein, den Tennis-Club und die drei verschiedenen Tanzgruppen.

 

Für alle habe ich traditionellen deutschen Kuchen wie Donauwelle und Eierschecke gebacken. Mit den anderen Austauschschülern und ganz vielen Freunden aus der Schule, haben wir noch ein riesiges Picknick veranstaltet.

  

Die Abschiedsstimmung in meiner Gastfamilie war zum Glück überlagert von der allgemeinen Euphorie, die das englische Fußballteam durch den Halbfinaleinzug bei der WM ausgelöst hatte. Unser Hund Namba hat sich eher weniger für Fußball interessiert, und so fiel mir der Abschied von ihm besonders schwer.

Wie schon vorher berichtet, wurde ich das ganze Jahr über kulinarisch verwöhnt. Immer dann, wenn ich von einem Gericht meiner Gastmutter besonders begeistert war, hat sie sich eine Notiz gemacht. Es war echt eine gelungene Überraschung, dass ich zum Abschied ein persönliches Kochbuch, nämlich eine Zusammenstellung der Rezepte dieser Gerichte erhalten habe. Ich bin meiner Gastfamilie sehr dankbar für das gemeinsame Jahr, in dem ich sehr schnell ein vollwertiges Familienmitglied geworden bin.

Mein Fazit

Am Ende kann ich wirklich nur sagen, dass dieses Jahr unglaublich toll war und ich diese Entscheidung jederzeit wieder so treffen würde. Auch die Organisation meines Auslandsaufenthalts über DFSR hat bestens funktioniert.

Am Anfang war ich „reif für die Insel“, und nun komme ich reif von der Insel zurück. Vor dem englischen Schulsystem muss man sich als deutscher Schüler überhaupt nicht fürchten, sondern hat eher die Möglichkeit, mal was Neues auszuprobieren. Die Leute sind sehr offen und freundlich, und es ist wirklich sehr leicht, neue Freunde kennenzulernen. Ich würde es echt jedem empfehlen, der auch nur ansatzweise mit dem Gedanken spielt, für ein Jahr ins Ausland zu gehen. Die Erfahrungen sind einzigartig und werden für immer in Erinnerung bleiben.

Katharina berichtet über ihr Austauschjahr in Großbritannien. Hast du auch Lust auf einen Auslandsaufenthalt in Großbritannien? Wir beraten dich gerne!

Beratungstermin vereinbaren