Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Larissa in Schottland

Es fühlt sich gut an, angekommen zu sein

Frohes Neues! Auf ein weiteres halbes Jahr in Schottland mit vielen spannenden Bekanntschaften und Veränderungen. Das Jahr 2017 startete für mich mit einem Besuch beim Friseur. Eine große Veränderung, ich habe mich von 51 Zentimetern meiner Haare getrennt. Zum einen, weil es langsam etwas unbequem mit meinen Haaren und dem starken schottischen Wind wurde und zum anderem, da ich mich in der Zeit, die ich in Schottland bin sehr verändert habe und nicht mehr die Larissa bin, als die ich hergekommen bin. Veränderungen sind notwendig und essenziell. Meine Gastschwester Vicky begleitet mich zum Friseur und macht es so einfacher für mich. Die Haare werde ich für einen guten Zweck spenden.



Am Anfang des Monats wurden wir von Jacquis Mutter zu einem Familiennachmittag eingeladen und haben so mehr Familienmitglieder kennengelernt. Ich habe den Nachmittag sehr genossen. Einen Tag später war ich mit Finn, einem guten Freund von mir, in Edinburgh unterwegs. Wir haben das National Portrait Museum besucht und sind das bei Dämmerung durch den Hollyrood Park gegangen und sind auch einige Höhenmeter auf Arthur´s Seat gestiegen. Der Ausblick über die Lichter Edinburghs bei Nacht ist unbeschreiblich und ich werde den Anblick nicht so schnell vergessen. Ansonsten war die letzte Woche vor dem Schulbeginn vom Lernen geprägt. In der ersten Woche stehen die Prelims an, eine Art Vorabitur. Am ersten Tag nach den Ferien hatte ich mein schriftliches Drama Prelim und die ganze Woche habe ich jeden Tag Prüfungen, Französisch, Englisch und Deutsch. Mein Musik Prelim war eine Woche später. Am ersten Tag kamen die neuen Austauschschüler an. Wir haben drei neue Italiener und zwei Deutsche. Sie wirken noch recht verloren und brauchen sehr viel Hilfe. Irgendwie durchlebe ich durch die neuen Schüler meine Anfangszeit auch noch einmal. Nach dieser anstrengenden Woche war ich sehr müde und musste unbedingt raus aus meiner „Letterbox“, so nenne ich mein Zimmer, das dekoriert ist mit Post- it notes und Lernzetteln. Mit Finn habe ich einen unvergesslichen Tag mit Gesprächen und abends gingen wir in eine sehr gute Burger Bar. Eigentlich war dieser Monat geprägt von Schule und Lernen, doch ich traf viele Freunde nach der Schule oder, um einen Ausgleich zu schaffen, am Wochenende. Am 22. Januar hatte ich wieder meine Kirchengruppe, dort war ich sehr bewegt, da wir eine Übung machten in der wir den Mitgliedern auf ein Blatt Papier schrieben, das auf unserem Rücken klebte, was wir besonders an ihnen schätzen. Ich war gerührt, da ich sehr nette Rückmeldungen bekommen habe. Zudem engagiere ich mich sehr für die South African Gruppe. Im Februar soll eine Gruppe von Schülern aus Südafrika zu Besuch kommen und wir brauchen noch mehr Geld, also organisieren wir Bake Sales und verschiedene andere Events.

Doch mein Highlight in diesem Monat war das Burns Supper. Am 25. Januar wird der Geburtstag des schottischen Dichters Robert Burns gefeiert und zu diesem Anlass gibt es traditionell in den schottischen Familien Haggis, Neeps und Tatties. Zusammen mit dem Abschlussjahrgang zelebrierten wir diese Tradition. Jeder sollte etwas mit Tartan Muster tragen und als eine Gemeinschaft kamen wir an der Schule an. Dort wurde der Haggis, mit Dudelsackmusik untermalt, hereingetragen und dann wurde von dem Head boy ein gälisches Gedicht vorgetragen, an dessen Ende der Haggis mit einem Schwert angeschnitten wurde. Die Vorspeise war eine Leek und potato Suppe, aber leider wurde sie angebrannt und schmeckte und roch nach alten Zigaretten. Doch zum Glück kam dann die Hauptspeise und der Haggis war wirklich vorzüglich. Getränk war natürlich Irn Bru und als Gebäck gab es Short Bread und tablets. Der Höhepunkt des Abends war die Reden des Head Girls und des Head Boys, in Gedichtform vorgetragen, wurden alte Geschichten aufgedeckt und das jeweils andere Geschlecht ins Korn genommen. Danach wurde zum Tanz gebeten, leider aren wir sehr viel mehr Mädchen als Jungen im Jahrgang, also mussten Mädchen mit Mädchen tanzen. Alles in allem war es ein sehr gelungener und lustiger Abend, ich habe es sehr genossen.




Am 28. Januar feierte meine Gastmutter ihren 50. Geburtstag in einem Rugby Club. Wir waren den ganzen Tag lang beschäftigt mit putzen und dekorieren. Doch abends hatten wir eine tolle Zeit mit vielen Gesprächen und Tanz. Um Mitternacht geingen wir nach Hause, doch dort ging die Festivität weiter bis 5:00 Uhr. Die ganze letzte Woche im Januar war ich sehr gut gelaunt, einer meiner Lehrer ließ mich an 117 Jahre alter Schokolade riechen und auch sonst sprühe ich vor Energie. Der Monat verging sehr schnell und ich kann gar nicht glauben, dass es erst diesen Monat war, dass ich mir die Haare abgeschnitten habe und somit „Bye Bye“ zu meinem alten „Ich“ gesagt habe. Die Prelims sind für mich sehr gut ausgefallen und ich bin sehr stolz auf mich und meine Leistung. Es fühlt sich gut an, angekommen zu sein und so tief in der Kultur und dem schottischen Leben zu stecken.
Ich liebe es.


 

Larissa berichtet über ihr Austauschjahr in Großbritannien. Hast du auch Lust auf einen Auslandsaufenthalt in Großbritannien? Wir beraten dich gerne!

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