Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Larissa in Schottland

Ich bin zu einer echten Schottin geworden

Als ich am Anfang des Monats den Kalender umdrehte bekam ich einen Schreck. Juni- diesen Monat werde ich wohl oder übel meine Koffer packen müssen. Am Anfang des Monats haben Vicky und ich uns sehr intensiv um unsere Prom Kleider gekümmert und sind dafür shoppen gegangen. Ich habe mir eine Eintrittskarte für den Prom gesichert, da ich mein Auslandsjahr gerne mit einem schönen und offiziellem Anlass beschließen wollte. Zu Beginn des Monats habe ich meine letzten beiden Examen geschrieben und mich anschließend gebührend von meinen Lehrern verabschiedet. Mr Poots, mein Französisch- und Deutschlehrer hat von mir Geschenke aus meiner Heimatstadt bekommen und ein Wörterbuch mit meinem ortstypischen Dialekt, über das er sich besonders gefreut hat.

Am 2. Juni war der nationale Fish n´chips day und mein Freundeskreis hat sich verabredet um diesen besonderen Tag mit einem Fish supper zu zelebrieren. Wir haben uns bei strahlendem Sonnenschein in Edinburgh getroffen und unser Essen unter freiem Himmel genossen. Ich habe mir außerdem noch einen frittierten Snickers gekauft, da ich diese kuriose Spezialität einmal ausprobieren wollte. In Deutschland habe ich immer erzählt, wenn ich gefragt wurde, wie die Ernährung in Schottland sei, dass dort sehr fettige Dinge gegessen werden. Besagte Spezialität schmeckte jedoch nach unfertigem Kuchenteig. Tags darauf bin ich mit meiner Gastschwester und zwei Freunden in das Edinburgh Castle gegangen, was sehr spannend war. Das Schloss dient ausschließlich dem militärischen Zweck und wurde an diesem warmen Tag regelrecht von Touristen überrannt. Besonders schön war es, dass wir die 1 o`clock Kanone sehen und aus nächster Nähe auch hören konnten.


Am 8. Juni hieß es sich zu verabschieden von den Austauschschülern, die am 10. Juni wieder nach Hause flogen. Zu diesem Anlass sind wir noch ein letztes Mal Essen gegangen und haben uns gegenseitig alles Gute gewünscht. Vom 12. bis zum 16. Juni sind meine Schwester Vicky und ich auf die Insel Skye gefahren. Dies war ein organisierter Schulausflug und wir haben vor Ort Gälisch gelernt und die Insel erkundet, wir waren unter anderem bei den Fairy Waterfalls, haben in Portree Eis gegessen und haben als Gruppe viel Spaß gehabt. Am 17. Juni wurde ein Ceilidh für meine Schulband veranstaltet und ich habe noch einmal lautstark gefeiert. Am Tag danach habe ich meine alte Flötenlehrerin Mrs Gray in Dunbar getroffen um „Farewell“ zu sagen. Wir haben den Ort besucht und danach Tee getrunken und Scones gegessen. Ich habe Mrs Gray ein persönliches Präsent übergeben, was sie sehr berührt hat, wir werden in Kontakt bleiben.

Die letzte Woche meines Auslandsjahres war besonders anstrengend, ich musste mich jeden Tag mehr von meinen Freunden verabschieden, Koffer packen und hatte dann auch noch anstrengende Musicalproben mit anschließenden Aufführungen. Dies hat jedoch sehr viel Spaß gemacht und ich bin froh, dass ich mein Jahr noch einmal mit einem großen „Knall“ beenden konnte. Doch das Highlight des Monats war der Prom. Am 23. Juni war zugleich auch der Geburtstag von Vicky. Morgens kam eine Visagistin und machte unser Make- up und unsere Haare. Danach ging es weiter zu dem Haus einer Freundin, wo sich unsere Clique zum Vorfeiern versammelte und von dort aus ging es zum Balmoral, einem teuren Hotel in Edinburgh. Dort habe ich meine Freunde nach langem Warten wieder gesehen und wir haben eine wundervolle Nacht verbracht. Es wurde schick diniert, Ceilidh getanzt und Fotos gemacht. Am Ende haben wir uns als Jahrgang mit „Auld Lang Syne“ voneinander verabschiedet. Am vorletzten Tag habe ich mich mit Freunden erst zum Kaffee verabredet und habe dann gemeinsam mit meiner Schwester Vicky und einer Freundin meine Koffer zu Ende gepackt und abends als Abschied „Skyfall“ mit Pizza genoßen.


Am Tag meiner Abreise habe ich mit Vicky gefrühstückt und bin dann gegen Mittag zum Flughafen gefahren. Am Flughafen habe ich mich von Schottland verabschiedet. Im Flugzeug saßen viele Deutsche und ich habe von überall Deutsch gehört, was mich sehr verwirrt hat. Der Moment, als das Flugzeug abhob war unbeschreiblich. Ich hatte ein Déjà- vu: Eine Reise ins Ungewisse startet.

Als Resumée kann ich sagen, dass ich innerhalb von zehn Monaten zu einer echten Schottin geworden bin. Ich habe mich menschlich weiter entwickelt, habe internationale Verbindungen geknüpft und bin ganz nebenbei fließend in einer anderen Sprache geworden. Persönlich gebe ich meinem Jahr 9 von 10 Punkten und werde auf jeden Fall wieder nach Schottland kommen. Jetzt muss ich mich aber erst einmal wieder in Deutschland eingewöhnen. Eins ist klar: Das war erst das erste Auslandsjahr meines Lebens, weitere werden folgen. „Sie kam als Baby und ging als Lady“, ein zutreffendes Zitat meines Freundes Finn.


 

Larissa berichtet über ihr Austauschjahr in Großbritannien. Hast du auch Lust auf einen Auslandsaufenthalt in Großbritannien? Wir beraten dich gerne!

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