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Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Jonas in Baroville

Ich bin jetzt schon einen Monat hier in Frankreich und hab das Gefühl die Zeit verging schon viel zu schnell! Die ersten 4 Tage meines Auslandsjahres war ich mit vielen anderen Austauschschülern aus verschiedenen Ländern in Paris, um uns diese schöne Weltmetropole anzusehen. Zu dieser Zeit war auch mein Geburtstag, der durch den Flair der Stadt und die tollen Erlebnisse mit den neugewonnen Freunden bereits unvergesslich wurde.

Als dann der Tag gekommen war an dem ich endlich meine Gastfamilie traf, war ich schon ein wenig nervös, da ich erst eine Woche bevor ich nach Frankreich aufgebrochen war, Kontakt mit ihnen hatte und nicht genau wusste was mich erwartet. Jedoch verflog die Nervosität ganz schnell, als mich alle 4 sehr herzlich am Bahnhof begrüßt haben und wir dann gemeinsam nach Hause gefahren sind, wo sie mir erst einmal alles Wichtige zeigten und wir dann abends alle gemeinsam aßen. Am Anfang war dies schon eine große Umstellung, da die Leute in Frankreich meistens um 20 Uhr essen. Doch daran habe ich mich mittlerweile gewöhnt. Auch anders ist, dass es hier kein Brot gibt, sondern - zusätzlich zu jeder Mahlzeit - nur Baguette, von dem man sich, wenn man was möchte, ein Stück abreißt.

Nach dem ersten Wochenende, an dem sonst nichts weiter passierte, kam dann schon mein erster Schultag. Frühs wurden meine Gastschwester und ich von meinem Gastvater zur Schule gefahren. Dort brachte sie mich erst einmal zum Direktor, der mich nett begrüßte und anschließend wurde ich von einer Frau in meine Klasse begleitet. Ich bin hier in der 1S. In Deutschland entspricht das der 11. Klasse, jedoch werden die Klassenstufen hier verkehrt herum gezählt: Die 12. heißt hier „terminal“, die 11. „première“ (1.) und die darunter immer so weiter (10. = 2., 9. = 3., …) Zudem gibt es hier 3 verschiedene Klassen: Die L, welche den Schwerpunkt auf Literatur und Sprachen legt. Die ES, welche zusätzlich noch Wirtschaft unterrichtet. Und die in der ich bin – die S, welche sich hauptsächlich mit den Naturwissenschaften beschäftigt. Als ich dann also in der Klasse war, wurde ich neben Julian gesetzt. Bereits während der Stunde haben wir uns ein wenig unterhalten und danach zeigte er mir in einer Freistunde die Schule. Da haben wir uns schon gut angefreundet und seit dem hilft er mir auch immer wenn ich ein Problem oder Fragen habe und auch so mache ich in der Schule viel zusammen mit ihm. Jedoch sind auch alle anderen hier total aufgeschlossen und hilfsbereit, wodurch ich mich auch richtig wohl fühle.

Nach einer Woche brachen wir auch schon zu meinem ersten kleinen Ausflug durch Frankreich auf. Es ging nach Anges, wo wir meine zweite Gastschwester, welche bereits ausgezogen ist, besuchten. Dort gab es erst einmal Mittagessen, bevor wir uns ein wenig die Stadt ansahen. Nachdem meine Gasteltern abends ins Hotel gegangen waren, spielten wir bei meiner Gastschwester und ihrem Freund in der Wohnung noch ein paar Brett- und Kartenspiele auf Französisch, wobei sich alle viel Mühe gaben mir die Spiele mit so einfachen Begriffen wie möglich zu erklären.

Mitte September war es noch einmal richtig heiß mit Temperaturen über 30°. Das war perfekt für meine Gastfamilie, denn zusätzlich zu ihren normalen Berufen produzieren sie Champagner. Deswegen gingen mein Gastvater und weitere Teile der Familie zusammen mit Arbeitern, die extra dafür gekommen waren, zur Weinlese und anschließend zum Pressen. Selbstverständlich wollte ich mir das nicht entgehen lassen und bin mit helfen gegangen. Unter anderem bin ich zusammen mit meinem Gastvater die Hänge hoch und runter gefahren, um gefüllte Kisten mit Weintrauben aufzusammeln und um sie dann in die Presse zu bringen oder hab auch mal den Arbeitern beim Abschneiden der Trauben geholfen. Es war wirklich interessant zusehen und zu erfahren wie so eine Weinlese abläuft und ich finde das ist auch ein schönes Erlebnis, an das ich mich nach meinem Jahr hier auf jeden Fall erinnern werde. Und ich freue mich schon, dass wenn in 2 Jahren der Saft von diesem Jahr für den Champagner verwendet wird, ich ein Paket mit Flaschen erhalte.

Am letzten Wochenende des Monats waren wir dann noch einen Tag in der nächst größeren Stadt Troyes, wo wir zusammen mit der Schwester meiner Gastmutter und ihrem Mann Essen gegangen sind, sodass ich auch noch die letzten beiden Mitglieder der Familie kennen lernen konnte. Nach dem Essen sind wir noch ein wenig spazieren gegangen und sie haben mir die Stadt gezeigt.

Ich kann sagen, dass ich mich nach einem Monat hier schon richtig wohl fühle. Obwohl ich in einem Dorf mit 400 Einwohnern wohne, ist mir auf keinen Fall langweilig und ich genieße die Zeit hier. Die ganzen Leute sind sehr nett und auch die komplette Familie hat mich sehr gut aufgenommen. Ich kann sogar schon  Fortschritte in meinem Französisch feststellen und bin zuversichtlich, dass ich meine Sprachkenntnisse in der nächsten Zeit sehr stark verbessern kann. Auf jeden Fall freue ich mich schon auf die nächsten 9 Monate und werde die Zeit hier sehr genießen.

Jonas

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Jonas verbringt sein Austauschjahr in Baroville, Frankreich und berichtet von seinen Erfahrungen. Hast du auch Lust auf einen Austausch in Frankreich? Dann vereinbare noch heute ein Beratungsgespräch!

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