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Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Jonas in Frankreich

Weihnachten in Baroville

An meiner Schule in Frankreich gibt es keine Klassenfahrten, wie wir es in Deutschland kennen. Jedes Jahr dürfen die Schüler der Abschlussklassen entscheiden, ob sie nach England wollen oder nicht. Für die anderen Klassen wird hingegen eine Reise nach Deutschland oder Spanien angeboten, je nachdem welche Sprache man gewählt hat. Für die Schüler welche Deutsch lernen, bestand die Möglichkeit eine Woche nach Berlin zu fahren. Ich fand es war gar keine schlechte Idee daran teilzunehmen, da auch alle Führungen auf Französisch waren und so ein Ausflug noch einmal mehr Erinnerungen bringt als eine weitere Woche in der Schule.

2 Wochen vor Weihnachten sind wir dann also von der Schule aus, 14h mit dem Bus nach Berlin gefahren. Zuvor hatten wir uns bereits im Unterricht mehrere Wochen mit dem zweiten Weltkrieg und mit der später folgenden Teilung Deutschlands beschäftigt. Aus diesem Grund war das Programm auch an einigen Tagen stark an diese Themen angelegt.

Am ersten Tag ging es direkt nach der Ankunft  in die Kuppel vom Reichstag. Später folgte dann eine kurze Führung zu Fuß, ausgehend vom Brandenburger Tor, bis zur Museumsinsel und wieder zurück. Andere Programmpunkte waren das Mauer Museum, das Checkpoint-Charlie Museum und der Besuch des Pergamonmuseums. Einen Tag gingen wir auch in die Gedächtniskirche und hatten dann anschließend knapp 5 Stunden Freizeit, um ein wenig auf dem Weihnachtsmarkt zu spazieren oder um in den vielen Läden rund um das KaDeWe zu shoppen.

Die 3 Nächte welche wir in Berlin verbrachten, waren wir in Gastfamilien untergebracht. Ich war zusammen mit einem Freund aus meiner Klasse und noch einem mit dem wir Deutsch haben in einer Familie. Ich glaub die beiden waren ganz froh das ich dabei war, denn so hatten sie keinerlei Sorgen, dass es möglicherweise zu Verständnisproblemen kommt.

Am letzten Tag fuhren wir raus aus Berlin, um uns das Schloss Sanssouci in Potsdam anzusehen. Danach hatten wir wieder lange Freizeit, bis es dann abends mit dem Bus zurück ging.

Im Nachhinein muss ich wirklich sagen, dass diese Woche in Deutschland mir viel mehr gebracht hat, als wenn ich in der Schule gewesen wäre. Da ich praktisch die ganze Zeit mit meinen Freunden geredet habe, bin ich in meinem Sprechen noch einmal flüssiger und sicherer im Bilden von Sätzen geworden. Auch die Stimmung war die ganze Zeit super gut und die ganze Reise hat sehr viel Spaß gemacht, was mir auf jeden Fall auch in Erinnerung bleibt. Deswegen kann ich es auch nur weiter empfehlen, dass wenn jemand mal ein Auslandsjahr in Frankreich macht, er oder sie sich überlegt diese Kursfahrten mitzumachen, da es nicht nur sehr entspannt ist, sondern auch einmal einen Einblick vermittelt, wie man sich als Tourist aus einem anderen Land in Deutschland fühlt, da man die ganze Zeit selber ein Teil dieser Gruppe ist.

Die Woche nach Berlin hatten wir bereits Ferien. In der Zeit bereiteten wir die Dekoration für Weihnachten vor. Draußen brachte mein Gastvater mehrere Lichterketten an und drinnen hängten wir mehrere Kränze und andere Dinge auf. Die restliche Zeit machte ich viel mit meinen Gastgeschwistern. Einen Tag vor Weihnachten kamen dann auch meine zweite Gastschwester und ihr Freund zu uns.

Am 24. ging es erst 19 Uhr mit der Messe los, wodurch wir früh bereits das Essen für den Abend vorbereiteten. Meine Gastfamilie hat kein richtiges Weihnachtsessen, also kam die Idee auf, da wir auch zu neunt waren nach dem dann noch die Schwester und Mutter vom Freund meiner größeren Gastschwester kamen, 2 längliche Party-Grills aufzubauen und dann einfach Fleisch, Garnelen und Gemüse draufzulegen. Als dann soweit alles vorbereitet war, legten wir schon einmal alle Geschenke unter den Weihnachtsbaum. Beziehungsweise verteilten sie längst vor ihm, da wir eine riesige Anzahl an Geschenken hatten, auf Grund der größeren Menge an Personen und der Platz sehr eng wurde. Am Nachmittag skypte ich dann mit meinen Eltern, meinem Bruder und meiner Oma. Das war sehr schön, da man Weihnachten ja eigentlich mit der Familie feiert und sie mir deswegen auch ein wenig gefehlt haben.

Abends gingen wir dann alle zusammen zur Messe in Bar-sur-Aube, der Stadt wo meine Schule steht. Ich war sehr überrascht, dass obwohl die Stadt nur knapp 6.200 Einwohner hat, mehrere Hunderte in der Kirche erschienen waren. Leider war es zu dieser Zeit sehr kalt draußen, wodurch es auch in der Kirche gefühlte Minusgrade waren. Nach knapp 90 Minuten in der Kirche, unterhielten wir uns noch ein wenig mit Bekannten. Danach ging es nach Hause. Dort angekommen, gab es typischerweise erst einmal Chips und anderes Knabberzeug, bevor es mit dem richtigen Essen losging. Also zu der Zeit wo in Deutschland wahrscheinlich schon fast alle Geschenke geöffnet wurden, begannen wir mit dem Essen.

Erst gegen 0 Uhr, nach dem es dann auch noch Kuchen als Dessert gab, machten wir uns daran die Geschenke zu öffnen. Und neben den Geschenken meiner Familie aus Deutschland und anderen kleineren meiner Gastgeschwistern, bekam ich und mein Gastbruder ein ziemlich großes Geschenk. Denn überraschenderweise bekamen wir jeder ein Hoverboard. Diese luden wir selbstverständlich sofort auf und probierten sie direkt aus. Die Tage nach Weihnachten fuhren wir fast den ganzen Tag draußen und drinnen herum und probierten alles Mögliche aus.

Obwohl es das erste Mal war, dass ich Weihnachten nicht bei meiner Familie verbracht habe, war es eine sehr schöne Zeit. Im ganzen Dezember hatte ich sehr viel Spaß hier in Frankreich und eine super Weihnachtszeit. Und ich bin sehr dankbar, dass meine Gastfamilie mir in dieser Zeit, in der manche vielleicht großes Heimweh bekommen, gezeigt haben, dass ich hier in Frankreich jetzt ein zweites zu Hause habe und sie mich sehr gerne bei sich haben.

 

Jonas verbringt sein Austauschjahr in Baroville, Frankreich und berichtet von seinen Erfahrungen. Hast du auch Lust auf einen Austausch in Frankreich? Dann vereinbare noch heute ein Beratungsgespräch!

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