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Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Merle in Canberra

Australien: Wunderschön, vielfältig, entspannt - Einfach nur “awesome”

Von der Abreise bis zur Ankunft in Canberra
13 Wochen bin ich jetzt schon in Australien, genauer gesagt in Canberra, der Hauptstadt Australiens. Unvorstellbar, wie schnell diese 90 Tage vergangen sind und auch, dass ich in 9 Wochen schon wieder in einem Flugzeug auf dem Weg zurück nach Deutschland sitze, fühlt sich sehr komisch an. Ende Januar 2017 fing alles an, letzte Besorgungen für die Abreise machen, Koffer packen, Freunde und Familie verabschieden, bis dann plötzlich der Tag da war, an dem meine Eltern, meine Geschwister und ich zum Flughafen gefahren sind. Der Abschied von meiner Familie fiel mir leichter als gedacht, klar war es traurig und auch die Vorstellung, seine Familie 5 Monate nicht zu sehen, sehr komisch, dennoch waren die Vorfreude und Abenteuerlust größer! Meine Aufregung hat sich in Grenzen gehalten, trotzdem hat mich ein Gefühl der Ungewissheit begleitet, denn schließlich weiß man nicht, was einem in dem neuen Land, in einer neuen Familie und einer neuen Schule alles erwartet.
Am Flughafen habe ich dann auch die anderen Schüler der Organisation getroffen und wir sind gemeinsam von Frankfurt ans andere Ende der Welt geflogen. Die Stimmung in unserer Gruppe war super und es war echt gut, nicht alleine, sondern mit anderen, die in der gleichen Situation wie du selber sind, zu fliegen, da es so einfach nicht langweilig wurde und man sich die ganze Zeit über austauschen konnte. Nach unserer Ankunft in Sydney wurden wir von Mitarbeitern der australischen Organisation abgeholt und sind dann mit noch anderen Austauschschülern aus Japan, Dänemark und Norwegen in unser Camp etwas außerhalb von Sydney gefahren. Nachdem wir uns den ersten Tag erstmal alle von der langen Reise und dem Jetlag erholt haben, den zweiten Tag mit Vorträgen zu unserem Aufenthalt verbracht haben, stand dann am dritten Tag das Highlight des Orientierungscamps an und zwar ging es nach Sydney, wo wir neben Opera House und Harbour Bridge auch eine Bootstour zum berühmten Manly Beach gemacht haben. Sydney ist für mich die schönste Stadt, die ich je besucht habe: das Flair, die Menschen, das Wetter - alles hat gestimmt. Und ich konnte mich selbst vergewissern, dass die Australier diesen entspannten, relaxten Lebensstil führen, wie immer überall beschrieben. Ab diesem Tag war klar: Ich liebe Australien! Am nächsten Tag hieß es dann auch schon Abschied nehmen und auf zu den Gastfamilien. Zugegebenermaßen stieg die Aufregung dann schon, denn schließlich wusste man nicht, was auf sich zu kommt, und gleichzeitig wollte man auch seiner Gastfamilie gefallen. Diese Aufregung war völlig unbegründet, denn ich wurde herzlich von meiner Gastfamilie am Flughafen mit Plakat empfangen. Direkt nach meiner Ankunft sind wir zu einem Aussichtspunkt gefahren, von dem ich einen Blick auf Canberra, meinem neuen Zuhause für 5 Monate hatte. Danach sind wir zum Lunch in ein Restaurant an einem See gefahren und waren anschließend noch einkaufen. Zuhause angekommen wurden mir als erstes die beiden Hunde Molly und Jessi vorgestellt und dann wurde mir auch schon mein Zimmer gezeigt. Nach Koffer auspacken und Dinner bin ich müde, aber glücklich und zugleich auch immer noch ein bisschen aufgeregt schlafen gegangen.


Das Leben in meiner Gastfamilie
Mit meiner Gastfamilie (bestehend aus meiner Gastmutter, meinem Gastvater und meinem 10 jährigen Gastbruder) verstehe ich mich seit Beginn an super gut. Schnell habe ich mich eingelebt und wohl gefühlt! Klar gibt es ein paar Dinge, die hier im Vergleich zu meinem Familienleben in Deutschland anders sind, trotzdem hatte ich überhaupt keine Probleme, mich anzupassen. Da wäre zum Beispiel die Sache, dass die einzige gemeinsame Mahlzeit am Tag Dinner (Abendessen) ist, auch am Wochenende, wohingegen wir in meiner deutschen Familie gerade am Wochenende oftmals lange zusammen frühstücken. Das hört sich jetzt nach nichts großem an, ist es auch nicht, trotzdem ist es eine Umstellung. Aber genau dafür bin ich ja hier, um das Leben in einer anderen Familie, eine neue Kultur kennenzulernen. Zu meiner Gastmutter habe ich ein sehr gutes Verhältnis, unsere gemeinsamen Serien/-und Fernsehabende möchte ich genauso wenig missen wie unsere oftmals stundenlangen Unterhaltungen. Oftmals helfe ich ihr auch beim Kochen in der Küche und auch sonst helfe ich täglich auf freiwilliger Basis im Haushalt mit. Ich finde es gehört dazu, mitzuhelfen, wenn man in einem gemeinsamen Haushalt lebt. Meinem kleinen Gastbruder helfe ich manchmal bei den Hausaufgaben und er hilft mir beim Erlernen neuer Wörter. Fast jedes Wochenende steht eine Unternehmung an, hier ein paar Beispiele von dem, was ich schon alles mit meiner Gastfamilie gemacht habe: Mountainbiketour mit Gastbruder und Gastvater, Shopping in Canberras größter Mall mit meiner Gastmutter, Sightseeing (War Memorial, National Gallery & Library, Parliament House), Kino, Canberra Show (riesiger Jahrmarkt mit Aufführungen), Enlighten Festival, Go-Kart fahren, Basketballspiele meines Gastbruders gucken gehen, Daytrip zu den Snowy Mountains und letztes Wochenende war ich auf meinem ersten Rugby oder auch Footie Game. Die dritte Woche meines Aufenthalts hier in Australien habe ich mit meiner Gastfamilie im Urlaub an der Gold Coast verbracht. Diese Woche war unbeschreiblich cool, einfach nur “awesome”. Dort hatte ich die Möglichkeit, Surfstunden zu bekommen, das berühmte Surfer Paradise zu erkunden, am Strand und Pool zu entspannen und im Wildlife Park Kängurus, Koalas und viele weitere australische Tiere zu sehen! Außerdem war ich mit meiner Gastmutter und meinem Gastbruder als Zuschauer bei den Blind Auditions von “The Voice” in Sydney. Auch das war eine einzigartige Erfahrung und sehr interessant zu sehen! Die letzten zwei Wochen hatte ich Term Break, also Ferien, und war die letzten fünf Tage mit meiner Gastfamilie im Urlaub. Die ersten zwei Tage waren wir in Hunter Valley, ein Weinbaugebiet im Inland von Newcastle, da meine Gasteltern dort auf einer Hochzeit eingeladen waren. Die letzten drei Tagen waren wir an der Central Coast und haben dort drei wunderschöne Tage am Strand verbracht! Zusammengefasst habe ich meine Gastfamilie ins Herz geschlossen und fühle mich immer als richtiges Mitglied der Familie.


Meine australische Schule und Freunde
Da ich in Canberra lebe und hier das Schulsystem zu den anderen Staaten Australiens ein bisschen anders ist, besuche ich wie normalerweise üblich keine Highschool, sondern ein College. In Canberra ist die Highschool nur von der 7. bis zur 10. Klasse und danach kann man entscheiden, ob man für die 11. und 12. Jahrgangsstufe noch auf ein College wechseln möchte, was die meisten Schüler machen. Ich also besuche die 11. Jahrgangsstufe des Lake Tuggeranong Colleges und belege dort die Kurse Englisch, Mathe, Individual Sports + Fitness, Sports Coaching und Fotografie. Und ja es sind echt nur 5 Fächer, das ist hier in Australien ein bisschen anders als bei uns! Allerdings beschäftigt man sich dann natürlich intensiver mit den Themen oder Projekten in den einzelnen Fächern, da man jedes Fach 4 Zeitstunden die Woche hat. Englisch ist an den meisten Schulen das einzige Pflichtfach und seine restlichen Fächer kann man alle frei wählen. Ich hatte an meiner Schule die Möglichkeit, zwischen 70 Fächern wählen zu können, was echt keine leichte Entscheidung war. Ich bin aber echt zufrieden, denn mit Sports Coaching, Fitness und Fotografie habe ich hier drei Fächer, die ich in Deutschland niemals so haben könnte! In Sports Coaching zum Beispiel behandeln wir zum einen Themen der Sportmedizin und Gesundheit und zum anderen werden wir als sogenannter "Coach" ausgebildet, also lernen wie man am besten mit Menschen und Kindern Sport macht. Der praktische Part ist hierbei der dominierende Bestandteil des Faches. Im ersten Term haben wir Grundschulkindern in mehreren Stunden Rugby beigebracht und momentan machen wir das gleiche nur mit Australian Football. Um selber die Regeln zu verstehen, machen wir auch in unserer Klasse viel Sport zusammen. Am Ende jedes Terms werde ich zudem mit einem Zertifikat ausgezeichnet! Ich bin echt super zufrieden, dieses Fach gewählt zu haben, denn so habe ich die Möglichkeit, australische Sportarten genauer kennen zu lernen! Meine anderen Fächer machen auch viel Spaß, wobei Englisch manchmal schwer sein kann. Die Unterschiede zum deutschen Schulsystem sind schon sehr groß! Immer wieder bin ich von der freundlichen und offenen Art der Lehrer positiv überrascht (Lehrer werden bei mir mit Vornamen angesprochen!), jeder egal ob Lehrer oder Schüler ist einfach viel relaxter als in Deutschland, was ich echt super finde. Dennoch bin ich manchmal über das doch sehr schlechte Allgemeinwissen meiner Mitschüler schockiert. Wir arbeiten hier außerdem sehr viel mehr mit elektronischen Medien, MacBooks gehören hier zum täglichen Arbeitsmaterial und bei manchen Lehrern benutzt man auch die ganze Zeit über das Handy im Unterricht. Musik hören während dem Unterricht macht hier so gut wie jeder und die Lehrer haben auch kein Problem damit, solange man seine Arbeit macht. Was mir außerdem im Unterschied zu Deutschland auffällt ist, dass hier einfach jeder viel mehr sein eigenes Ding macht also seinen eigenen Style hat und nicht dem Trend mitgeht!
Kommen wir jetzt zum Thema Freunde: In der Schule habe ich gute Freunde also ich bin Bestandteil einer Gruppe von ca. 15 Leuten, Mädchen und Jungen. Zwei dieser Mädchen haben mich bereits an meinem zweiten Schultag angesprochen und seit dem habe ich meine Freunde auch nicht mehr gewechselt. Zu Beginn waren sie alle sehr hilfsbereit und ich weiß, dass ich immer mit ihnen Lunch haben kann und wir zusammen zum Bus gehen. Auch sind sie alle sehr an Deutschland interessiert! Regelmäßig gehen wir auch in Freistunden oder nach der Schule in die große Shoppingmall, in der Nähe unserer Schule. Ich bin froh, Bestandteil einer größeren Gruppe sein zu können, denn es ist immer sehr sehr lustig und es ist jemand da, der mit dir Freistunde hat! Privat oder vor allem am Wochenende ist es jedoch schwer sich mit Freunden zu treffen, da hier die Jugendlichen alle einen Job haben und auch nicht grade wenig arbeiten. Neben der Schule spiele ich in einem privaten Club Volleyball und habe dort auch einige nette Mädchen kennengelernt.


Meine allgemeinen Eindrücke und Erfahrungen von Australien
Australien als Land habe ich wirklich von Anfang an sofort in mein Herz geschlossen. Hier habe ich die schönsten Sonnenaufgänge und Sonnenuntergänge meines Lebens bewundern können. Die Pflanzen, die Tiere, das Wetter - vieles ist anders, aber ich liebe es! Generell finde ich Australien einfach viel bunter und farbenfroher und ich will gar nicht zurück ins manchmal sehr graue Deutschland. Und die Menschen hier in Australien sind einfach so liebenswert und offen und irgendwie nie gestresst. Egal ob im Supermarkt an der Kasse oder vom Busfahrer im Bus, überall wird man gefragt “How are you going” und schnell entwickelt sich daraus ein Gespräch oder Smalltalk. Die einzige Sache die ich an Australien etwas negativ finde ist, dass alles sehr sehr teuer ist! Gerade was Drogerieprodukte und Essen angeht, Klamotten jedoch sind mit den deutschen Preisen vergleichbar. Zu meinen Englischkenntnissen kann ich nur sagen, dass sie sich mit jedem weiteren Tag verbessern und ich schon jetzt einen großen Unterschied in der Verbesserung meiner englischen Sprache merke! Gerade was das Verstehen von Gesprächen anderer Menschen und auch von Filmen angeht, muss ich sagen, dass ich so gut wie alles problemlos verstehe! Zusammengefasst habe ich hier eine tolle Zeit, freue mich auf die kommenden Wochen mit meiner Gastfamilie und versuche meine Zeit so gut wie es geht zu genießen! Ich bin sehr dankbar für die vielen Erfahrungen in einem anderen Land und einer anderen Kultur leben zu dürfen! Ich würde jedem empfehlen ein Auslandsaufenthalt zu machen, denn es bereichert dein Leben und deine Persönlichkeit um so viele Dinge und Erfahrungen und es ist mit Sicherheit eine der besten Zeiten des Lebens!


Besuch im Wildlife Park


Meine Gastfamilie und ich beim Rugby Game


Sightseeing in Canberra


Orientation Camp in Sydney


Amazing Sunset


Stand Up Paddling an der GoldCoast


Surfunterricht am berühmten Palm Beach


Voice of Australia