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Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Hongh Anh in Sydney

Time of my life - Unvergessliche fünf Monate in Australien


Erfahrungsbericht von HongAnh, High School in Carlingford (Sydney)

Eine große Portion Mut musste ich schon aufbringen, bevor ich mich endgültig für ein Auslandshalbjahr in Australien entschied. Fünf Monate in einem fremden Land, das auch noch so weit weg ist, bei einer unbekannten Familie, auf einer Schule mit einem ganz anderen System und das alles alleine. Könnte ich das überhaupt aushalten? 
Drei Tage lang kamen - gleich zu Beginn meiner Zeit in Australien - alle Austauschschüler von der ganzen Welt zusammen, um einen Crashkurs in Sachen Aussie Slang, australisches Essen, Kultur,… zu bekommen. Schon diese drei Tage haben mir unglaublich viel Spaß gemacht, doch genau wie alle anderen brannte auch ich darauf, endlich meine Gastfamilie kennen zu lernen. Und dann war es endlich soweit. 

Ich wurde sofort sehr herzlich von meiner Gastmutter in die Arme geschlossen und auch mein Gastvater begrüßte mich liebevoll. Sie waren mir vom ersten Moment an sehr sympathisch. Meine italienische Gastschwester kam auch mit. Denn meine Gasteltern konnten sich nicht zwischen uns beiden entscheiden. Deshalb beschlossen sie gleich zwei Austauschschüler aufzunehmen. Die Entscheidung haben sie auch niemals bereut. Ich verstand mich auf Anhieb sehr gut mit ihr. Es war schön, dass noch jemand dabei war, der diese Erfahrung mit mir teilte. Wir hatten beide die gleichen Ängste und Überwindungsschwierigkeiten. Und neben der australischen Kultur lerne ich auch viel über die italienische Kultur kennen.

Meine Gastfamilie lebte in Carlingford, einem kleinen Vorort 18km von Sydney entfernt. Sie hatten ein unglaublich großes Haus und viele Haustiere. Beim ersten gemeinsamen Abendessen lernte ich dann auch noch meine anderen beiden Gastgeschwister kennen. Eine war 19 Jahre alt, studiert an der Uni und hatte nebenbei noch einen Nebenjob. Meine jüngere Schwester war 14 Jahre alt und ging auf eine katholische Mädchenschule. Mit beiden habe ich mich sehr gut verstanden. Sie sind mir sehr ans Herz gewachsen und zu „echten“ Geschwistern geworden. 

Genau einen Tag nach meiner Ankunft wurden meine italienische Schwester und ich direkt in das kalte Wasser geworfen. Wir fuhren alle gemeinsam für zwei Wochen in den Urlaub. Das kam natürlich sehr gut. So hatten wir nämlich alle die Möglichkeit uns kennen zu lernen.  Meine Gastfamilie war unglaublich offen, verständnisvoll und interessiert. Sie zeigte uns ihr Ferienhaus an der Küste und die australische Hauptstadt Canberra ACT. Wir stellten viele Fragen, die sie immer sehr gerne beantworteten. Und so war es auch umgekehrt. Sie interessierten sich sehr  für Deutschland und Italien. 

Gleich in der ersten Woche schon merkte ich, dass wir beide nicht als Gast angesehen wurden, sondern schon als festes Familienmitglied. Nach zwei Wochen Urlaub nährte sich dann auch der erste Schultag. Unsere Schule war nur 5 Minuten von unserem Haus entfernt. Als aller erstes fiel mir sofort die Größe der Cumberland High School auf. Sie hatte eine unglaublich große Rasenfläche für die Pausen und den Sportunterricht. 

Die Schuluniform war auch sehr gewöhnungsbedürftig. Doch schließlich mussten sie sie alle tragen. Ich hab meine Schuluniform eigentlich sehr gemocht. Ich wurde dort aus unbekannten Gründen in die 10. Klasse eingestuft. Das fand ich aber gar nicht so schlimm. Meine drei Wahlfächer neben den fünft Pflichtfächern waren: Food and Technology (Kochen), Textiles Technology (Nähen) und Drama (Theater). Diese drei Fächer waren neben Englisch auch die, die mir am meisten gefallen haben. 

Gleich am ersten Schultag haben mir zwei Mädchen die ganze Schule gezeigt. In der Pause saß ich dann mit dem Rest ihrer Gruppe. Die Leute in dieser Gruppe vom ersten Schultag wurden dann schließlich meine besten Freunde. Sie waren alle so unglaublich offen, herzlich und neugierig und haben mich über meine Heimat ausgefragt. 
Es dauerte gar nicht lang bis ich mich eingefunden habe. Ich hatte wie alle anderen auch meinen eigenen Alltag. 
Die fünf Monate in Australien war die schönste Zeit meines Lebens. Ich habe so viel erlebt und gelernt, nicht nur über dieses wunderschöne Land „down under“, sondern auch über die Menschen dort. Und vor allem aber habe ich sehr viel über mich selber gelernt. Ich habe immer noch sehr regelmäßigen Kontakt zu meinen Freunden und zu meiner Familie dort. Ich verdanke meiner „Gast“familie und meinen Freunden so viel. In Australien habe ich viele Erfahrungen gesammelt, die ich auf keinen Fall wieder hergeben möchte und ich freue mich schon sehr meine Gastfamilie bald wieder zusehen. Sei es hier in Deutschland oder wieder in Australien.

 

Hongang berichtet über ihre Erfahrungen in Sydney, Australien. Hast du auch Lust auf einen Austausch in Sydney? Bei DFSR kannst du im Select Programm deinen Wunschort auswählen.

 

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Honganh in Sydney