!DOCTYPE html>

Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

Image can't be displayed.

Charlotta in Victoria

Die 5 Monate waren die beste Zeit meines Lebens

7 Monate ist es jetzt her, dass ich mich von meiner (deutschen) Familie verabschieden musste und durch die gläsernen Fenster des Flughafens verschwunden bin.
5 Monate habe ich in einem fremden Land am anderen Ende der Welt gewohnt.
5 Monate habe ich einen neuen Alltag erlebt.
5 Monate mein gewohntes Umfeld verlassen.
5 Monate war ich mehr oder weniger auf mich alleine gestellt.
5 Monate bin ich an mir selbst gewachsen.





Es war die beste Zeit meines Lebens und ich würde es sofort wieder tun - bereut habe ich nichts! In dem Vorbereitungsseminar hat man uns noch gesagt, dass die Zeit unvergesslich schön wird und man am liebsten nicht wieder weg will. Damals noch unvorstellbar, aber als ich vor etwa 2 Monaten abreisen musste ganz und gar verständlich! Für 5 Monate durfte ich auf einen komplett anderen Kontinent. Ich habe Sachen erlebt, die man so schnell nicht in Deutschland nachmachen kann.

In der High School war es - obwohl viele gesagt haben, dass man es sich nicht so vorstellen soll - wie im Film. Es gab Schließfächer, einzelne Gruppen in der Schule wie die Sportler, die Schönen, die Verrückten usw… und High School Dramas unter Freundinnen. Das Lernsystem machte den Austausch sehr entspannend dadurch, dass die Schule erst um kurz vor 9 anfing, man morgens nicht lange dafür brauchte, sich Klamotten auszusuchen wegen der Schuluniform, und weil man nicht wie hier in Deutschland viele Fächer hat, sondern dort nur 6 hat. Das lag nicht daran, dass meine Schule nur um die 500 Schüler hat, wovon ich der einzige Austauschschüler war, womit ich sehr viel Glück hatte, sondern daran, dass es in Australien normal ist.



Es war echt schwierig, sich zwischen ganz vielen coolen Fächern zu entscheiden. Ich wählte Food (Kochen), Outdoor Education, Psychologie, PE (Sport) und Englisch und Mathe als Pflichtfächer. In Psychologie lernte man etwas über das Gehirn, in Sport mussten wir erstmal ein Trainingsprogramm für 8 Wochen schreiben, was wir in dem Schulgym durchführen mussten, in Englisch schauten wir oft Filme und in Mathe bin ich in den Unterricht in Jahrgang 11 und 12 , weil in Jahrgang 10 Flächenberechnung das Thema war. Durch Sport konnte ich mich in jede Interschool Aktivität einschreiben, wodurch ich auch jede Woche verschiedene Sportarten gemacht habe. Unter Volleyball, Tennis, Badminton und Fußball, wurde ich auch Teil im Interschool Sportteam vom Football und Netball. Dadurch, dass ich auch zweimal die Woche ein Netballtraining besuchte über die 5 Monate, erlebte ich auch, wie eine Nationalsportart Australiens abläuft.



Abgesehen von Sport waren Kochen und Outdoor Education meine Lieblingsfächer, weil man jede Woche in Food etwas anderes alleine kochen durfte und in Outdoor Education coole Sachen gelernt hat und es fast jede Woche eine andere Aktivität während der Schulzeit gab. Ich war mit dem Outdoor Education Kurs surfen in Phillip Island, beim Coastal Camp im Wilsons Promontory  National Park über 3 Tage in der Schulzeit, im Regenwald in Toolangi Field, im High Ropes Klettergarten in Belgrave, im Busch campen in der Nähe von Mansfield und in Höhlen klettern.


Ein Grund, nach Australien zu gehen, war ganz klar Outdoor Education, aber auch die Landschaft und Tiere. Ich habe ca 1 ½  Stunden von Melbourne weggewohnt. Mein kleiner Ort selber hatte weniger als 500 Einwohner, war aber 10 km lang. Dennoch musste ich mit dem Bus, der jeden separat abholte, nur 10-15 Minuten in den Nachbarort fahren. Mein Schulweg beinhaltete die 300 m lange Einfahrt von dem riesigen Grundstück meiner Gastfamilie, auf dem immer etwa 40 Kängurus grasten. Hasen waren dort auch zu Genüge und Spinnen leider auch. Auch eine Schlange ließ sich einmal blicken. Es waren schon normale Abläufe, vorher immer in Schuhe zu gucken ob sich nicht wie am Vortag eine Hundsman dort drin versteckt. Auch als aus dem Netballkorb in der Schulturnhalle drei Redback Spiders rauskrabbelten, war ich die Einzige, die sich erschrocken hat. Redback Spiders können einen nämlich mit einem Biss, sollte man nicht innerhalb von 4 Stunden ein Krankenhaus auffinden, töten. Whitetail Spiders, die genauso klein sind, haben genauso viel drauf und lassen sich auch mal in alten Gartenhäusschen oder in der Badewanne finden. Schlangen habe ich immerhin nur bei dem Küstencamp und einmal zuhause gesehen. Da meine Gastfamilie nicht so viel mit mir unternommen hat, war es so gut, viel mit der Schule und mit Freunden zu unternehmen.




Auch in Australien kann man gut shoppen gehen, solange es nur Klamotten sind, denn obwohl man auch den $ nochmal umrechnet, sind Lebensmittel in Australien sehr teuer. Dennoch sollte man sich auf jeden Fall die typisch australischen TimTams (Kekse) kaufen, die einfach nur lecker sind. Wenn man einmal damit anfängt, kann man nicht mehr aufhören, und obwohl Essen teuer ist und ich mich viel bewegt habe, hat das andere Essverhalten und Fast Food auch bei mir angesetzt, sodass ich 10 kg zugenommen habe. Abgesehen von den 10 kg, von denen ich schnell wieder mehr als die Hälfte verloren habe, habe ich so viele tolle Sachen erlebt. Ich war mit Delfinen schwimmen, in der Stadt Melbourne und Sydney, bei den 12 Aposteln und noch vieles mehr.

Weil es mir so gut gefallen hat, würde ich am liebsten sofort wieder losfliegen. Probiert es aus, solange es geht!







Charlotta berichtet über ihr Auslandsjahr in Queensland. Hast du auch Lust auf einen Auslandsaufenthalt in Australien? Wir beraten dich gerne!

Beratungstermin vereinbaren