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Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Pauline in Victoria

Ich könnte nicht glücklicher sein

Jetzt ist mein Abflug schon mehr als einen Monat her und was soll ich sagen, die Zeit vergeht wirklich wie im Flug. Fangen wir ganz von vorne in Frankfurt am Flughafen an. Ich war vorher noch nie geflogen, also war ich mehr als froh die Reise nicht allein antreten zu müssen. Aus der großen Gruppe kannte man schon einige Leute von dem Vorbereitungstreffen, was echt gut war denn so hatte man nach dem großen Abschied, der allen sichtlich schwer gefallen ist, jemanden der nicht fremd ist, zum Reden. Unsere Gruppe hat den Flug (Frankfurt – Hongkong – Sydney) auch dank der Flugbegleitung gut überstanden und alle haben sich auf ihr Bett im Hotel gefreut.

Am nächsten Morgen ging dann das Soft Landing Camp los. Hier waren wir zusammen mit Austauschülern aus aller Welt untergebracht und es war so interessant alle kennenzulernen! Es gab einen Ausflug zum Strand in der Nähe und natütlich ging es auch nach Sydney. Es war einfach wunderschön, ich glaube ich kann garkeine Worte dafür finden. Außerdem haben wir die Fähre nach Manly genommen und es war unglaublich toll! Es war tatsächlich relativ kalt, also falls ihr wie viele von uns vor der Frage steht ob es sich lohnt eine Winterjacke mitzunehmen, die Antwort ist ja! Es ist wirklich unerwartet kalt hier. Was ich noch zu Sydney sagen kann: Genießt die Zeit dort! Sie geht viel zu schnell vorbei. Was mir auch noch sehr gut gefallen hat ist, dass man im Soft Landing Camp so viele Leute kennen lernen konnte. Leute, die ich heute wirklich Freunde nenne, auch wenn ich sie erst einen Monat kenne. Nicht jeder hat einen leichten Start und manchmal braucht man in dieser Zeit einfach Menschen, die sich gerade in genau derselben Situation befinden. All in all - das Soft Landing Camp ist wirklich eine tolle Sache!




Dann bin ich mit ein paar Mädchen zusammen von Sydney nach Melbourne geflogen. Hier wurde ich dann von einer netten Mitarbeiterin von SCCE (der Organisation in Australien) abgeholt und nach zwei Stunden Autofahrt war der Moment gekommen. Ich treffe meine Gastfamilie! Für mich war eigentlich vorgesehen die ersten Wochen in einer “Welcome Family” zu verbringen, weil meine eigentliche Gastfamilie kurz vorher abgesagt hat. Als ich darüber weg war habe ich mich mit der Welcome Family in Kontakt gesetzt und sie waren so lieb! Also habe ich mich wirklich auf sie gefreut – bis meine Gastmama mir dann im Soft Landing Camp mitgeteilt hat, dass ich schon eine neue Gastfamilie habe und ich keine Welcome-Family mehr “brauche”. Das war wieder ein Schock und es war keine Zeit für einen Anruf an meine neue Gastfamilie. Ich bin also nach Melbourne geflogen ohne dass ich wusste wer meine Gestfamilie wirklich ist. Jetzt ist alles gut und ich habe sogar ein Treffen mit meiner Welcomefamily vereinbart, doch man kann sich ja vorstellen, dass es in dem Moment nicht so toll für mich war.

Meine Sorgen verschwanden dann aber, als ich meine Gastfamilie kennengelernt habe. Sie waren echt super herzlich und sind ausserdem meiner Familie in Deutschland sehr ähnlich. Bis zu meinem neuen Zuhause hatten wir noch einmal zwei Stunden Autofahrt vor uns, was übrigens total gut war um viel zu reden und sich besser kennenzulernen. Später abends habe ich dann noch meine Gastschwester kennengelernt, mit der ich mir für die ersten Monate ein Zimmer teile. Ich muss sagen, am Anfang war es wirklich komisch zwischen uns aber nach einer Woche sind wir schon super klargekommen. Ein Zimmer zu teilen war für den Anfang und um sich kennenzulernen sicher sehr gut, nur ich freue mich auch auf ein bisschen Privatsphäre wenn ich mein eigenes Zimmer habe.

Dann hatte ich eine Woche Zeit bis die Schule losging. Mir war eigentlich nie langweilig, denn wir waren am Strand, minigolfen, eine Schuluniform kaufen, ich war mit meiner Gastschwester im Kino , wir haben die Oma besucht, haben oft lange Spaziergänge gemacht, es gab eine “Family-Game-Night” (Gesellschaftsspiele den ganzen Abend lang, war wirklich sehr sehr gut!), wir sind Kanu gefahren und vieles mehr. Es gibt tatsächlich so viel wovon ich hier erzählen könnte, so wie von meinem ersten Schultag.


Zuerst hat mich ein Lehrer durch die Schule (Bairnsdale Secondary College) geführt, mir alles gezeigt und ich durfte meine Fächer wählen: Englisch, Mathe und “Pastoral” (ich weiss auch nicht genau was das Fach soll) sind Pflicht. Dazu habe ich Sport, Money and Me, Japanisch und Outdoor Education gewählt. Ich empfehle jedem Outdoor Education - macht echt Spaß und bei mir an der Schule ist mindestens einmal im Monat eine Excursion. Ich bin die einzige Austauschschülerin an meiner Schule, was allerdings nicht heisst, dass Leute auf einen zukommen. Als ich das gemerkt habe bin ich dann auf Leute zugegenagen. Ich musste mich überwinden aber es hat sich so gelohnt und ich könnte glücklicher momentan nicht sein. Also gebt euch einen Ruck, es lohnt sich und wenn man erstmal Leute kennengelernt hat sind diese auch sehr offen und interessiert.


In den ersten Tagen kamen dann viele Fragen wie dies und das denn in Deutschland sei, das lässt aber nach ein paar Tagen nach. An den Schulalltag habe ich mich schnell gewöhnt,denn es ist so viel entspannter im Vergleich zu Deutschland. Ein Handy ist im Unterricht erlaubt, genau wie Musik zu hören. Man darf essen und selbstsein Handy im Unterricht laden. Einige Schüler bringen nichtmal einen Stift mit zum Unterricht und man meldet sich nicht, wenn man was sagen will ruft man einfach rein. Es gibt zwar eine Uniform, aber ich habe noch keinen Tag erlebt, andem jeder seine Uniform getragen hat. Ich hatte erwartet, dass es entspannter als in Deutschland ist aber nach meinem ersten Schultag hier war ich wirklich geschockt. Für ein Jahr ist das zwar total gut und die Schule macht dadurch wirklich Spass und ich freue mich jeden Morgen dorthin zu gehen, doch bin ich froh die deutsche Bildung geniessen zu dürfen. Man gewöhnt sich sehr schnell daran und ich denke es wird eher schwer wieder in Deutschland anzukommen. (Ich kann natürlich nur von meiner Schule reden!)

Also in meinem ersten Monat hier ist schon viel passiert und da bleibt kaum Zeit für Heimweh, ich freue mich einfach so sehr auf die kommende Zeit und genieße jeden Tag den ich hier sein darf!