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Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Pauline in Victoria

Mein 16. Geburtstag am Strand

Mein zweiter Monat hier in Australien ist jetzt vergangen. Ich werde hier niemandem etwas vorlügen, es war wirklich ein langweiliger Monat. Es muss nicht immer so kommen, dass man jedes Wochenende was erlebt und unterwegs ist. Die meisten Wochenenden diesen Monat habe ich mit meiner Schwester vor dem Fernseher verbracht, weil sie außer arbeiten auch nicht viel unternimmt. Klar, ich habe auch mal was mit Leuten, die ich mittlerweile wirklich Freunde nenne, unternommen - eine Freundin hat bei mir übernachtet und wir waren mit mehreren Leuten in der Stadt, aber das wars dann auch. Das ist im Vergleich zu dem was ich in meiner Freizeit in Deutschland mache so wenig, dass ich manchmal dachte, ich werde hier verrückt. Ich bin sogar aus Langeweile joggen gegangen, und Leute die mich kennen wissen, dass es dann wirklich kritisch ist.

Ich will nicht sagen, dass ich unglücklich bin, das auf keinen Fall, ich habe eine super nette Gastfamilie und tolle Freunde, mir geht es gut und ich weiß, dass das nicht selbstverständlich ist. Es ist ja auch nicht so, dass ich hier nichts erlebe. Deswegen werde ich einfach mal von ein paar Erlebnissen berichten. Zum Beispiel von meinem 16ten Geburtstag, einer der bis jetzt schönsten Geburtstage. Ich war gerade zwei Wochen hier; ich bin morgens aufgewacht und in dem Raum von mir und meiner Schwester standen Ballons. Alle haben mir gratuliert und dann haben wir uns auch schon ins Auto gesetzt, denn es ging zum Cape Conran Coastal Park. Ein richtig toller Strand, an dem wir den Tag verbracht haben. Ich hatte einen super schönen Birthday Cake und habe auch einen neuen Brauch gelernt: Wenn das Messer beim Kuchenschneiden dreckig wird muss man den Jungen, der einem am nächsten ist, küssen. Habe ich vorher noch nie von gehört, vielleicht gibt es das auch in Deutschland, ich weiss es wirklich nicht. Da es praktisch unmöglich ist, das Messer nicht dreckig zu machen, habe ich dann einfach meine Schwester geküsst. Ausserdem hat noch ein Kookaburra (ziemlich bekannter Vogel hier) meinen Kuchen gefressen, australischer und schöner hätte mein Geburtstag nicht sein können!


Wie man vielleicht merkt, ich nenne meine Gastschwester mittlerweile nur noch Schwester, weil wir uns wirklich sehr sehr gut verstehen und sehr nahe sind! Ich habe richtig Glück gehabt und ich kenne niemanden, der sich mit seiner Gastschwester so gut versteht wie ich. Mittlerweile haben wir unsere eigenen Zimmer, aber wir sind immer entweder bei ihr oder bei mir im Zimmer zusammen. Ich weiss jetzt schon, dass mir der Abschied von ihr richtig schwer fallen wird.

An einem anderen Tag waren wir noch in Sovereign Hill, und trotz acht Stunden Autofahrt war das auch ein sehr schöner Tag. Vorallem als es dunkel wurde und die Lightshow anfing. Es gab dort auch falschen Schnee und alle waren ganz begeistert vom Schnee, da musste ich schon lächeln.

Abgerundet wurde der Tag dann noch mit All you can eat. Ich muss sagen, die Ernährung ist hier generell ungesünder, was mich persönlich nicht stört. Das liegt auch daran, dass frische Sachen hier einfach unfassbar teuer sind (auch Äpfel, die in Australien angebaut sind, wo sich selbst meine Gastmutter fragt warum die so überteuert sind). Mahlzeiten sind hier auch anders eingeteilt. Zum “lunch” gibt es mal ein Sandwich oder eine Banane, was ich persönlich ziemlich wenig finde, aber dafür freut man sich umso mehr auf das größer ausfallende Dinner. Außerdem gewöhnt man sich da auch daran.