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Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Lima in Victoria

Mein erstes Schulcamp

Vor etwa einem Monat war ich auf meinem ersten Schulcamp. Es ging mit meinem Geografie-Kurs nach Phillip Island. Meine jüngere Gastschwester Emma belegt ein 11.-Klasse-Fach, deren Teilnehmer ebenfalls auf das Camp mitkamen, sodass wir gemeinsam in einer Hütte schlafen konnten. Am Tag der Anreise besuchten wir abends die sogenannte Pinguinparade, auf der viele Gruppen von sehr niedlichen kleinen Pinguinen an mir vorbei über den Strand watschelten, was unglaublich süß war. Am nächsten Morgen schauten wir uns Koalas und Wallabys (Känguruart) in einem Naturpark an. Später ging es noch zu den Nobbies (Felsen im Wasser) und in die „Antarktis“, einem interaktiven Zentrum, in dem man sich über die Wildtiere informieren kann. Danach reisten wir wieder zurück zur Schule in Yarram.




In der Woche nach dem Camp war ich mit meinen Gasteltern zum Bowlen, wobei ich allerdings haushoch verloren habe. Am darauffolgenden Wochenende besuchte ich mit meiner Gastfamilie die Saleshow, ein Volksfest in der Stadt Sale, bei welcher meine Gastschwester Emma ein Kalb vor einer Jury vorführte und anschließend dafür bewertet wurde (sie belegte den vierten Platz). Auf der Show gab es auch Achterbahnen und andere Attraktionen. Da ich aber von uns die einzige war, der bei den extremeren Aktionen nicht schwindlig oder schlecht wurde, musste ich die größeren Fahrgeschäfte allein ausprobieren. Mit Emma drehte ich noch ein paar Runden auf einem etwas langsameren Karussell. Teil der Show waren außerdem verschiedene Wettbewerbe wie z. B. ein Backwettbewerb, bei dem mein Lieblingsgebäck ein Harry-Potter-Kuchen war.


In der nächsten Woche wurde in Victoria der Melbourne Cup Day begangen, ein Feiertag am ersten Dienstag im November, an dem alljährlich ein riesiges Pferderennen stattfindet. Mit meiner Familie war ich zwar nicht vor Ort, aber wir feierten den Tag mit einem großen Cup Day Essen mit neun verschiedenen Arten an Gebäck. Natürlich haben wir das Rennen in der Liveübertragung im Fernsehen verfolgt und auch auf die Pferde gewettet, wobei meine Pferde leider nur den zweiten und dritten Platz belegten.

Vor etwas über einer Woche konnte ich dann das erste Mal beobachten wie Schafe geschoren werden, da unsere Schafe sich ihres dicken Felles wegen schon ständig am Zaun kratzten. Auf dem Bauernhof, zu dem wir die Schafe zum Scheren brachten, gab es außerdem Schweine und sehr niedliche kleine Lämmchen.


Letztes Wochenende fuhren wir erneut nach Sale. Meine ältere Gastschwester feiert demnächst ihr Valedictory (Schul-Abschlussfeier mit Eltern und Lehrern) und sie hat für diesen Anlass ein wunderschönes Kleid gekauft. Diesen Mittwoch hatte ich die erste Klavierstunde an meiner Schule. Ich spiele eigentlich schon seit fünf Jahren Klavier, allerdings nicht mehr, seit ich in Australien bin. Das ganze System funktioniert hier etwas anders als ich es gewöhnt bin. Es gibt fünf verschiedene Stufen des Könnens im Klavierspiel, für die man jeweils im Anschluss ein Examen bestehen muss, für das man dann wiederum ca. 90$ bezahlt. Mein Klavierlehrer ist sehr nett, aber das Weiterkommen beim Spielen stellt sich etwas problematisch dar, da ich bei meiner Gastfamilie kein Klavier zum Üben habe. Vorerst spiele ich daher immer in der Schule in meinen Pausen.

Ansonsten habe ich in der Schule mittlerweile den Stoff größtenteils aufgeholt und auch schon meine Kurse für die zwölfte Klasse gewählt. Hier steht erneut ein Wechsel an. Leider wird die Konstellation in der Schule bzw. in der Klassenstufe im nächsten Schuljahr ebenfalls eine andere sein. Viele meiner Mitschüler werden bereits am Ende dieses Jahres die Schule verlassen, da sie nicht vorhaben zur Uni zu gehen, sondern zukünftig beispielsweise auf Farmen arbeiten wollen. Außerdem werden einige meiner Freunde die Schule wechseln, da meine Schule wohl unter anderem nicht den allerbesten Ruf hat. Das macht mich natürlich etwas traurig. Insgesamt gibt es natürlich immer Höhen und Tiefen während meines Aufenthalts, doch das Gute überwiegt bei mir sehr stark, sodass ich trotz gelegentlichen Heimwehs sehr glücklich bin über meine Entscheidung, ein Auslandsjahr am anderen Ende der Welt zu machen.

Lima berichtet über ihr Auslandsjahr in Victoria. Hast du auch Lust auf einen Auslandsaufenthalt in Australien? Wir beraten dich gerne!

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