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Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Lima in Victoria

Mein Traum ist jetzt Realität

Ich bin mittlerweile seit über einem Monat in Australien. Es ist anders als ich es mir vorgestellt hatte, denn es ist besser.

Bevor mein Abenteuer beginnen konnte, musste ich mich von allen zuhause verabschieden. Das war natürlich schwer, aber schon als ich im Flugzeug nach Frankfurt saß, wusste ich, dass dieses Jahr wunderbar wird. Nachdem wir die Flüge bis Sydney hinter uns gebracht hatten, blieben wir die erste Nacht in einem Hotel in der Nähe des Flughafens und trafen uns dann am nächsten Tag mit den Gastschülern aus ganz Europa zum Softlanding-Camp.

Bei dem Camp habe ich viele neue Leute kennengelernt und es war interessant, von den anderen zu erfahren, warum sie sich Australien für ihr Auslandsjahr ausgesucht hatten. Das Soft Landing-Camp hat mir auch geholfen, über den Jetlag hinwegzukommen und mich von meinem Abschied von meiner Familie in Deutschland abzulenken (und sie nicht ständig zu kontaktieren). Während der Zeit in Sydney haben wir uns natürlich die Stadt angeguckt und sie hat mich wirklich beeindruckt: die Hochhäuser, der riesige botanische Garten, der Stadtteil Manly mit seinem langen Strand und natürlich das Opernhaus. Ich hätte gern noch mehr von Sydney gesehen, aber schon vier Tage nach der Landung in Sydney ging es für mich weiter nach Melbourne.

Meine Gastfamilie lebt in einem kleinen Ort namens Yarram im Südosten von Victoria, der bei flüssigem Verkehr in etwa zweieinhalb Stunden mit dem Auto von Melbourne aus zu erreichen ist. Ich wurde von meiner Gastmutter Kathryn und meinem Gastbruder Egon (13) vom Flughafen in Melbourne abgeholt. Ich habe insgesamt drei Gastbrüder, was für mich als Einzelkind eine ziemliche Veränderung ist, über die ich aber sehr froh bin. Auf der Strecke nach Yarram wurde sehr viel gebaut, sodass wir letztendlich mehr als vier Stunden unterwegs waren. Wir hatten also viel Zeit, um uns zu unterhalten und mir wurden von Kathryn vorab schon viele Dinge erklärt. Mein Gastvater arbeitet als Dairy Farmer jeden Tag (7 Tage in der Woche) auf der Farm seiner Eltern, ca. sieben Kilometer außerhalb von Yarram. Dort habe ich auch meine anderen beiden Gastbrüder, Bernhard (14) und Felix (7) und meinen Gastvater kennengelernt. Alle waren sehr freundlich und mir gegenüber sehr offen, auch wenn meine Gastbrüder etwas schüchtern waren.

Ich hatte noch ungefähr eine Woche Ferien, bis die Schule hier wieder anfing. In dieser Zeit zeigte meine Gastfamilie mir die Gegend und half mir dabei, alles was ich brauchte, wie zum Beispiel ein Fahrrad und eine SIM-Karte, kurzfristig zu besorgen. Durch die Ferien hatte ich etwas Zeit, meine Gastfamilie schon besser kennenzulernen und mich ein bisschen einzugewöhnen.

Die Schule fing für meine Klasse ausnahmsweise erst am Dienstag nach den Ferien an, sodass ich am Montag zur Schule gehen konnte, um mir meine Schuluniform zu besorgen. Meine Schule heißt Yarram Secondary College und hat ca. 300 Schüler. Das sind weniger als halb so viele wie an meinem Gymnasium in Berlin. Das College besteht aus mehreren Gebäuden und ich finde mich immer noch nicht völlig zurecht, aber alle Schüler und Lehrer sind sehr hilfsbereit, weshalb das kein Problem ist. Die Klassenzimmer sind viel größer und angenehmer ausgestattet als in Berlin, obwohl hier an den meisten Kursen weniger als zehn Schüler teilnehmen.

Am ersten Schultag wurde ich während der Subschool - alle Schüler aus jeweils zwei Jahrgängen versammeln sich und reden über die Schule - vorgestellt und hätte dann eigentlich einen Buddy zugeteilt bekommen sollen, was die Lehrerin allerdings vergessen hatte. Danach kamen dann gleich mehrere Schüler auf mich zu, führten mich herum und halfen mir beim Ankommen. Schon am ersten Schultag fiel mir auf, wie entspannt der Unterricht ist, da die Lehrer den Schülern sehr viel selbst überlassen und es kaum Frontalunterricht gibt. Die Lehrer behandeln die Schüler wie Gleichgestellte und sind freundlich und hilfsbereit.

Schon am zweiten Schultag habe ich die Hälfte meiner Kurse gewechselt. Unter anderem waren wir in Deutschland mit dem Lehrstoff des Matheunterrichts schon sehr viel weiter als in dem normalen Mathekurs hier, weshalb ich jetzt einen höheren Kurs besuche. Vor einer Woche habe ich mich das letzte Mal für einen neuen Kurs entschieden, sodass ich jetzt Geography, Outdoor Education, Literature, Methods, Specialist Mathmatics und Business Management belege.

In der Schule gibt es regelmäßig Thementage wie zum Beispiel vor zwei Wochen den Athletics Day (Sportfest). Es ging vor allem um Leichtathletik mit Disziplinen wie Diskuswerfen und Speerwurf. Das waren zwei der Sportarten, die vorher noch nie auf meinem Stundenplan standen. Ich hatte aber sehr viel Spaß dabei und mir wurde alles ausführlich erklärt. Letztendlich habe ich mich bei dem 100 m Sprint für den nächsten Wettbewerb qualifiziert.


Außerhalb der Schule probierte ich Footy (Australian Football) aus und obwohl ich es jetzt nicht mehr weiter machen werde, war es sehr lustig und ich habe neue Leute kennengelernt. Die meisten Sportarten, die hier in der Nähe angeboten werden, sind zurzeit kurz vor dem Ende der Saison, weshalb ich noch keinem anderen Sportverein beigetreten bin.

In den letzten paar Wochen habe ich an den Wochenenden ziemlich viel gemacht, wie zum Beispiel eine Fahrradtour mit meiner Gastfamilie. Diese Woche findet in Yarram ein Musikfest/Wettbewerb namens Eisteddfod statt, eine Veranstaltung mit walisischen Wurzeln. Meine drei Gastbrüder und meine Gastmutter spielen alle ein Instrument und nahmen an dem Wettbewerb teil. Deshalb habe auch ich recht viel Zeit im ‚Regenttheater‘, dem einzigen Theater im Ort, verbracht. Mein ältester Gastbruder Bernhard bekam sogar den ersten Platz für ein Stück auf der Trompete.

Zusammengefasst war der letzte Monat unglaublich spannend und ich kann immer noch nicht ganz glauben, dass mein Traum jetzt Realität ist.

Lima berichtet über ihr Auslandsjahr in Victoria. Hast du auch Lust auf einen Auslandsaufenthalt in Australien? Wir beraten dich gerne!

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