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Dr. Frank Sprachen & Reisen

Ausland macht schlau!

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Lima in Victoria

Ausflug nach Melbourne

Jetzt ist es schon wieder einen halben Monat her, seit ich mein erstes Silvester in Australien feierte. Es war ganz anders als ich es von zuhause gewohnt bin, da es in Australien nicht möglich ist, selbst Feuerwerke zu kaufen. Stattdessen gibt es viele offiziell organisierte größere Veranstaltungen mit Feuerwerk, meistens an Orten mit berühmten Sehenswürdigkeiten. Die bekannteste Party ist wohl das Silvesterspektakel im Hafen von Sydney vor der Kulisse des Opernhauses.

Ich fuhr mit meiner Gastfamilie am Silvestertag nach Melbourne, allerdings nicht unbedingt, um das Feuerwerk zu besuchen, sondern um meine jüngere Gastschwester am Morgen des ersten Januars 2018 zum Flughafen zu bringen. Da wir am nächsten Tag also früh raus mussten, übernachteten wir bei Freunden und konnten uns nur das vorgezogene Feuerwerk für die Kleinen, die noch nicht bis Mitternacht durchhielten, vom gegenüberliegenden Ufer des Yarra River anschauen. Die Vorstellung begann bereits um 21:30 Uhr und war auch leider relativ kurz, dafür aber insgesamt sehr viel größer als ich es von Berlin kenne. Trotz des frühen Aufstehens blieben wir natürlich noch bis ins neue Jahr wach. Vom Haus der Freunde der Familie, die in einem Vorort von Melbourne wohnen, konnten wir einige Raketen aus der Entfernung sehen und vor allem hören.

Am nächsten Morgen brachten wir dann meine Gastschwester zum Flughafen. Emma flog nach Kalifornien, wo sie in den Ferien einen einmonatigen Austausch mitmachte. Gemeinsam mit unseren Freunden aus Melbourne beobachteten wir später auch, wie das Flugzeug meiner Gastschwester startete und die Richtung zur Familienfarm einschlug. Einige Stunden später verließen auch wir Melbourne und kehrten wieder auf die Farm zurück. Nach einer sehr langen Autofahrt kamen wir abends endlich an und gingen schon kurz darauf ziemlich übermüdet schlafen.

Am Tag danach statteten uns die Freunde aus Melbourne auf der Farm einen Gegenbesuch ab. Wir fuhren mit ihnen in den darauffolgenden Tagen auf der Farm herum und zeigten ihnen alles, was es unserer Meinung nach in der Gegend an Interessantem gab.

Das Wochenende darauf besuchte ich in Melbourne eine Freundin aus Deutschland, die ich über das Vorbereitungscamp kennengelernt hatte. Meine Freundin holte mich nach der vierstündigen Busfahrt ab und wir fuhren zusammen nach St. Kilda. St. Kilda ist eine sehr schöne Gegend im Südosten von Melbourne, direkt am Wasser, die für den Freizeitpark „Luna-Park“ und ihre Patisserien bekannt ist. Im Themenpark waren wir zwar nicht, aber wir guckten uns einen kleinen Botanischen Garten mit Gewächshäusern an und setzten uns in eine der vielen guten Patisserien.

Am nächsten Tag wurde es über 40 Grad warm (oder besser heiß), sodass wir uns schon früh an den Strand der Surfhauptstadt von Australien, nach Torquay begaben. Das kleine Städtchen befindet sich südwestlich von Melbourne und direkt am offiziellen Beginn der Great Ocean Road. Obwohl wir es nicht mit dem Wellenreiten versuchten, war es ein wunderschöner Tag am Wasser. Nachmittags, als es sich schon leicht abgekühlt hatte, schauten wir uns in dem Ort in den Läden der größten Surfer-Marken um. Und ich habe mich zwischendurch noch mit dem teuersten Eis, das ich mir je kaufte, erfrischt.

Am Tag darauf fuhren wir mit der Gastfamilie meiner Freundin zu einem Haus, in der eine Frau verwundete Tiere aufnimmt, pflegt und später in die Wildnis entlässt. Die Frau war extrem nett und zeigte uns die sehr zutraulichen Tiere. Wir konnten die Kängurus, Wombats und die vielen anderen Tiere streicheln und einige sogar auf den Arm nehmen. Die Erfahrung war unglaublich schön, vor allem, da man spürte, dass die Tiere der „Organisatorin“ wirklich am Herzen liegen.

Bevor am Nachmittag des nächsten Tages mein Bus schon wieder zurück nach Woodside ging, besuchten meine Freundin und ich noch den Bezirk Fitzroy in Melbourne und bewunderten die großartige Streetart. Die Gegend wirkte außerdem sehr niedlich mit vielen kleinen Häusern, wobei vor fast jedem ein Fahrrad stand.

Zurück auf der Farm habe ich vor ein paar Tagen das erste Mal beim Melken „geholfen“. Mein Gastvater hat mir grundlegend erklärt wie es funktioniert und ich konnte auch bei ein paar Kühen mithelfen. Ich muss allerdings zugeben, dass ich schon ein wenig ängstlich war.

Bis jetzt laufen meine Sommerferien ziemlich gut und ich freue mich auch schon darauf, morgen mit meiner Gastmutter und der älteren Gastschwester wieder nach Melbourne zu fahren.

 

Lima berichtet über ihr Auslandsjahr in Victoria. Hast du auch Lust auf einen Auslandsaufenthalt in Australien? Wir beraten dich gerne!

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