Mein Auslandsschuljahr in Spanien war bislang das aufregendste und erfahrungsreichste Jahr das ich erlebt habe. War ich vielleicht aufgeregt, vor dem ersten Schultag!! Doch schon bald stellte sich heraus, dass diese Sorge unbegründet war, denn sehr schnell habe ich Anschluss gefunden und viele, tiefe Freundschaften geknüpft, da die Spanier im Allgemeinen sehr offenherzige, aufgeschlossene Leute sind. Das spanische Temperament merkt man besonders deutlich bei den vielen und sehr beliebten „Fiestas“, bei denen sich das ganze Dorf auf der Straße trifft und feiert. Das Niveau in Schule war um einiges niedriger als in Bayern, sodass ich da auch kaum Probleme hatte. So etwas wie Chor, Theater, Schulsportmannschaften o.Ä. gab es leider in der Schule nicht, aber das konnte man sich dann im Ort suchen (Im Sportverein von La Palma z.B.)
Meine nette, große Gastfamilie (ich habe 3 jüngere Gastgeschwister und habe die 9 Monate mit meiner gleich alten, norwegischen Gastschwester dort genießen dürfen) hat mir gerne alles gezeigt, soweit es ihnen möglich war und hat mich somit immer wieder mit anderen Fassetten ihrer Kultur zum Staunen gebracht. Natürlich wurden wir auch in den Haushalt mit eingebunden und hatten unsere Aufgaben. Oft bin ich mit den Kids nach Schule, Mittagessen und Siesta auf den Spielplatz oder habe Besorgungen für meine Gastmutter gemacht.
Auch habe ich durch das Meistern sämtlicher Anforderungen, die mir durch dieses Jahr gestellt wurden, enorm an Selbstbewusstsein und Selbstständigkeit gewonnen. Zudem macht es Spaß, zurück in Deutschland, fließend spanisch reden zu können (auch wenn am Anfang die Umstellung zurück auf Deutsch wenig schwer war :).
Anna Körber, 2008/2009




